Eisige Stille liegt am Morgen des 27. Januar 2026 über dem gefrorenen St. Moritzersee. Die Alpen ragen vor dem blassen Winterhimmel empor, ihre Kämme scharf und fast unwirklich. Dann unterbricht ein Geräusch die Stille – tief, mechanisch, und doch lebendig. Der Klang eines Sternmotor hallt durchs Tal und verkündet seine Botschaft von einem Jahrhundert Luftfahrtgeschichte. Über dem gefrorenen See erscheint zwischen den Bergen ein Wellblech-Flugzeug in Gletscherblau.
Fast 100 Jahre zuvor war eine Junkers F13 auf genau diesem See gelandet – die Mission dieses frühen Passagierflugzeugs war es, die Reichen und Mächtigen Europas direkt ins Herz des Engadins zu bringen. Diese Flüge verkürzten nicht nur die Reisezeiten, sie veränderten auch den Rhythmus des Winters. St. Moritz wurde zu einem Reiseziel, das von Eleganz, Geschwindigkeit und Modernität geprägt war.
An diesem Tag Ende Januar des Jahres 2026 haucht der Flugzeughersteller Junkers Aircraft dieser Geschichte neues Leben ein – still, ganz bewusst nicht lautstark. Die ultraleichte Junkers A50 Heritage "St. Moritz Edition" umkreist den See in einem weiten Bogen, berichtet das Unternehmen. Die Landezone ist eine 400 Meter lange Landebahn, die präzise in Eis und Schnee geschnitten wurde. Ein letzter Anflug, gefolgt von einem stabilen Sinkflug. Schließlich berühren die Räder das Eis – sanft, ruhig, fast zeremoniell.
Aus der Nähe offenbart das Flugzeug seine Seele in Form des freiliegenden Siebenzylinder-Sternmotors. Die aufsteigende Hitze der 124 PS lässt die eiskalte Luftmasse flimmern. Das alpine Licht spiegelt sich in dem handgefertigten Holzpropeller. Die gletscherblaue Lackierung schimmert dezent grün und spiegelt die Farbtöne des gefrorenen Sees wider. Junkers schreibt: "Das war keine Nostalgie. Das war Präzision, Tradition und Zurückhaltung."
Historisches Event mit behördlicher Genehmigung
Die Landung, die vom Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt genehmigt und in Abstimmung mit den lokalen Behörden durchgeführt wurde, ist ein Akt des Respekts – gegenüber der Luftfahrt, der Geschichte und dem Ort. Jedes Detail ist wichtig, nichts bleibt dem Zufall überlassen. Als das Flugzeug zum Stehen kommt, verstummen die Zuschauer. Handys werden hochgehalten und wieder gesenkt. Manche Momente lassen sich nicht dokumentieren. Sie verlangen Präsenz.
Später, auf dem exklusiven Event "The I.C.E. St. Moritz 2026", steht die A50 zwischen Ikonen des Designs und der Handwerkskunst. Sie ist, so Junkers Aircraft, weniger ein Objekt, viel mehr ein Statement. Die A50 soll daran erinnern, dass Luxus nicht durch Überfluss definiert wird, sondern durch Bedeutung.
Junkers Aircraft möchte mit Technik Emotionen transportieren. Das Außergewöhnliche ist dort zu finden, wo Geschichte und Innovation aufeinandertreffen. Auf dem St. Moritzersee berührt diese Überzeugung das Eis. Für einen kurzen Moment steht die Zeit still – gerade lange genug, damit Eleganz landen kann.





