Electra Trainer hebt ab Solar Electra

Electra Trainer hebt ab

Jungfernflug Electra Trainer hebt ab

Das E-Flight-Projekt Elektra Trainer des bayerischen Unternehmens Elektra Solar ist Ende Juni zum Erstflug in die Luft gegangen. Das Flugzeug soll besonders vibrationsarm fliegen und im Reiseflug sehr sparsam unterwegs sein.

Bereits am 29. Juni dieses Jahres hat der ultraleichte Tiefdecker Electra Trainer im bayerischen Memmingen seinen Jungfernflug absolviert. Nach rund 20 Minuten Flugzeit landete Testpilot Uwe Nortmann wieder auf der Asphaltpiste von Memmingen und lobte die Flugeigenschaften des Electra Trainers. Das Flugzeug habe sogar die Erwartungen der Entwickler übertroffen, so Nortmann. In der Pressemitteilung meldete Electra Solar, der E-Trainer habe eine Steigrate von über acht Meter pro Sekunde und fliege im Reiseflug mit nur rund 10 Kilowatt Leistung. Der Electra Trainer habe eine große Zukunft vor sich, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das zweisitzige Elektroflugzeug basiert auf der Elektra One, einem einsitzigen Ultraleichtflugzeug, das bereits als UL zugelassen ist. Der Elektra Trainer wurde insbesondere für Flugschulen und Vereine konzipiert. Die Betriebskosten sollen nach Angaben des Herstellers weniger als 60 Euro pro Flugstunde betragen.

Wartung durch Cloud-System

Innovativ zeigt sich Electra Solar auch bei der Wartung: Eine Cloud-Infrastruktur zur automatischen Systemdiagnose soll für einfache und effiziente Wartung sorgen. Die Systemzustandsdaten des Flugs werden dabei in eine Cloud hochgeladen und mit Hilfe von KI-Algorithmen automatisch ausgewertet, so der Hersteller. Die Fehler und Abweichungen vom Normalzustand würden dann an den Eigentümer oder an ein Wartungsunternehmen gemeldet. Dank dieser Technologie werde man die Betriebssicherheit erhöhen und den Wartungsaufwand reduzieren, heißt es in der Pressemitteilung. Nach dem erfolgreichen Erstflug plant der Flugzeugbauer, das umfangreiche Testprogramm zu absolvieren. Man sei sehr zuversichtlich, die deutsche UL-Zulassung bis Ende des Jahres zu erhalten, verkündete Electra Solar. "Wir haben die Serienproduktion vorbereitet und werden in den nächsten Jahren den europäischen Markt erschließen", heißt es von Seiten des Unternehmens.

2,5 Stunden Flugzeit, 300 Kilometer Reichweite

Der Electra Trainer soll nach derzeitigem Entwicklungsstand mit einer Akkuladung rund zweieinhalb Stunden fliegen können. Die Reichweite gibt das Unternehmen mit 300 Kilometern an. Der E-Trainer ist mit einem doppelten redundanten E-Antriebssystem ausgerüstet. Die Aufbauzeit vom Transportanhänger gibt der Hersteller mit rund 30 Minuten an. Im Gepäckraum ist Platz für eine tragbare 12-Kilowatt-Ladestation. Durch sein elektrisches Einziehfahrwerk und gute aerodynamische Flugeigenschaften schafft der Electra Trainer nach Angaben von Electra Solar eine Gleitzahl von über 25.

Zehnsitzer als Zukunftsvision

Als Zukunftsvision stellte das Unternehmen darüber hinaus das Ziel vor, ein zehnsitziges Regionalflugzeug mit E-Antriebssystem zu entwickeln. Es soll eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern haben.

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