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Gesamtrettungssysteme

Schirme für Dicke Brummer

Mit der bevorstehenden Auflastung der Ultraleicht-Klasse auf 600 Kilogramm müssen auch passende Rettungssysteme her. Sowohl Junkers Profly als auch BRS Aerospace sind auf die neuen Bedingungen vorbereitet.

Unfallberichte im aerokurier zeigen immer wieder, dass der Zug am roten Griff im Notfall Leben retten kann. Gerät das Flugzeug außer Kontrolle oder tritt ein schwerer technischer Defekt auf, reicht die Auslösung des Rettungsgerätes, und Flieger samt Besatzung schweben am Schirm relativ sicher zur Erde.

Die Auflastung der Ultraleichtflugzeuge auf 600 Kilogramm gilt als Formsache (wir berichten dazu ausführlich im aktuellen Heft), allerdings braucht es nun auch Gesamtrettungssysteme, die den höheren Belastungen gewachsen sind. Mit Junkers Profly und BRS haben zwei etablierte Hersteller bereits jetzt entsprechende Geräte im Angebot.

Zwei Systeme für die neuen ULs

Foto und Copyright: BRS

Bereits zugelassen ist das BRS-6-1350 SP. Mitte Februar erhielt Frank Miklis, der die US-amerikanischen BRS-Gesamtrettungssysteme in Deutschland vertreibt, vom Luftsportgerätebüro des DAeC die Musterzulassung. "Die notwendigen Nachweise über Abwurftests lagen für das Gerät bereits vor, allerdings mussten wir noch Nachweise über die Öffnungszeiten bei 65 km/h erbringen", erklärt Miklis. Dazu seien auf dem Flugplatz Locktow in Brandenburg Versuchsauslösungen unter definierten Bedingungen durchgeführt worden. "Mit einer Hochgeschwindigkeitskamera wurde die Auslösung des auf einem PKW-Anhänger montierten Rettungssystems gefilmt und so der Nachweis über die Einhaltung der Öffnungszeit erbracht."

Foto und Copyright: Junkers Profly

Auch Junkers Profly aus Kulmbach kann in Kürze ein passendes Rettungssystem für die 600-Kilo-ULs anbieten. "Wir haben dafür mit dem Magnum 601 LSA UL ein komplett neues System entwickelt", sagt Geschäftsführer Steffen Haselmann. "Es ist bis zu einer Masse von 760 Kilogramm zugelassen und funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von 320 km/h." Aktuell laufe das Zulassungsverfahren, aber man sei optimistisch, dass Procedere bis zu AERO abgeschlossen zu haben.

Beider Hersteller werden die neuen Gesamtrettungssystem auf der Friedrichshafener Luftfahrtmesse, die vom 18. bis 21. April stattfindet, zeigen.

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