Risen kommt als Super-Renner Swiss Excellence Aircraft

Porto Aviation Group: Risen kommt als Super-Renner

Porto Aviation Group Risen kommt als Super-Renner

Die italienische Porto Aviation Group hat heute eine Short-Wing-Version ihres UL-Musters Risen bekannt gegeben, die das Unternehmen bereits im Juli öffentlich präsentieren will. Das neue Flugzeug trägt die ergänzende Modellbezeichnung Super Veloce – wobei der Name Programm sein dürfte.

Die Präsentation der Super Veloce soll auf der "VFR & Fun" erfolgen, die vom 9. bis zum 11. Juli an der Homebase der Porto Aviation in Pavullo stattfindet. Der neue, auf ein maximales Abfluggewicht von 600 Kilo ausgelegte Entwurf verfügt mit 8,20 Metern über eine fast um einen Meter geringere Spannweite als das ursprüngliche Flugzeug des argentinischen Konstrukteurs Alberto Porto. Analog zu den kürzeren Flächen ist auch das V-Leitwerk bei der Risen Super Veloce verkleinert worden. Gleichwohl hat die Querstabilität des neuen Flugzeugs gegenüber der klassischen Risen nach Angaben des Herstellers um 7 Prozent zugenommen.

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Kürzere Spannweite, kleineres Leitwerk: Mit diesen Tricks wollen die Ingenieure noch mehr aus der ohnehin schnellen Risen herausholen.

Die veröffentlichten Leistungsdaten der mit einem Rotax 915 iS ausgestatteten Super Veloce sind programmatisch für die Modellbezeichnung. Bereits in FL 90 soll der Flieger bei einer Leistungseinstellung von 75 Prozent eine Reisegeschwindigkeit von 200 Knoten (365 km/h) erreichen, die rechnerische Höchstgeschwindigkeit bei Vollgas soll in einer Höhe von 20.000 Fuß mit 250 Knoten (463 km/h) anliegen, die allerdings durch die VNE bei 218 Knoten (400 km/h) limitiert wird. Die Geschwindigkeit für das beste Steigen und das beste Gleiten geben die Italiener mit 92 Knoten (170 km/h) an – damit soll die Super Veloce mit einem Zweiblattpropeller mit 1673 ft./min. (8,5 m/s) steigen und ohne Motorleistung ein Gleitverhältnis von 1:20 erreichen. Die Mindestgeschwindigkeit der Super Veloce bei voll gesetzten Klappen gibt der Hersteller mit 41 Knoten (75 km/h) an, also deutlich unterhalb der von der LTF UL 2019 geforderten Mindestgeschwindigkeit.

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Beim genauen Hinschauen erkennt man die blauen Zylinderköpfe des Rotax 915 iS unter der Cowling.

Schon lange vor der für den Juli geplanten Demonstration muss der italienische Hersteller den geplanten Coup in aller Stille vorbereitet haben. Die Serienfertigung der neuen Super Veloce, so die Porto Aviation Group, sei bereits vor drei Monaten angelaufen, die ersten zehn Bestellungen lägen bereits vor. Zwar ist der Demonstrator, den Porto demnächst in Pavullo präsentieren will, noch mit einer auf 472 Kilo Abfluggewicht beschränkten italienischen Werkszulassung ausgestattet. Das Verfahren für die deutsche Musterzulassung der Super Veloce mit 600 Kilo MTOW sei beim DULV aber bereits aufgenommen worden.

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