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Solider Zweisitzer aus Italien

LH212 hat Chancen für UL-Hubschrauberklasse

Es gibt derzeit nur einige wenige Helikopter, die sich für die neu zu etablierende UL-Hubschrauberklasse eignen. Der CoAx D2 aus Thüringen zählt dazu, ebenso wie der Dynaly H3 aus Belgien. Und noch ein Kandidat dürfte "ganz heiß" für die deutsche UL-Zulassung sein: die LH 212 aus Italien.

Solide Bauweise und keine Kompromisse. Das hat sich die Firma LCA (Lamanna Construzioni Aeronautiche) aus Vincenza, bei Venedig, auf die Fahnen geschrieben. Geleitet wird die kleine Manufaktur von Roberto Lamanna, der auch als Entwicklungsingenieur für den Zweisitzer verantwortlich zeichnet, und seinem Bruder Vito. Die Bezeichnung LH 212 steht übrigens für: Lamanna Helicopter, 2 Rotorblätter, ein Motor, zwei Sitze. Damit ist unmissverständlich klar, in welchem fliegerischen Umfeld sich der kleine Zweisitzer bewegt. 

LCA ist als reiner Helikopterhersteller zwar erst seit rund zwei Jahren am Markt, in der Branche ist Lamanna aber schon seit rund 20 Jahren tätig. Der Protpotyp der LH 212 flog 2005 zum ersten Mal und ist in Italien in der UL-Klasse seit 2007 zugelassen. Mit Prototyp Nummer 3, vor dem AERO-Gelände am "Messe-See" ausgestellt, wurden inzwischen 3680 Flugstunden absolviert. Im heimatlichen Werk werden alle Komponenten selbst gebaut.

Die Leermasse der LH 212, die wie die Robinson-Muster über einen zentralen Stick verfügt, liegt bei 278 kg. Das MTOW wird mit exakt 450 kg beziffert. Damit wären die Gewichtsvoraussetzungen für die künftige UL-Helikopterklasse in Deutschland erfüllt. Als Antrieb verwendet LCA einen Rotax 914-Vierzylinder-Turbomotor mit 115 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von 113 kts (210 km/h) generiert. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei 165 km/h, die Reichweite bei 495 km, die Flugzeit bei 3 Stunden. Die TBO wird mit 2000 Stunden beziffert.

Für mögliche deutsche Kunden, die derzeit mit einer Lieferzeit von 10 bis 12 Monaten rechnen müssen, stehen Trainingsprogramme in Italien zur Verfügung. Möglicherweise können Kunden künftig aber auch in Deutschland schulen, sofern eine geeignete Flugschule als Partner gefunden wird. Gespräche hierzu waren auf der AERO geführt worden. Die LH 212 kostet in der Basisversion 165.500 Euro.  

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