in Kooperation mit

Weg zur Hubschrauberlizenz

So werde ich Hubschrauberpilot

4 Bilder

Was könnte schöner sein, als die dritte Dimension in ihrer Gänze zu erobern, in der Luft anzuhalten, oder rückwärts und seitwärts zu schweben? Das einzige Fluggerät, das dies zulässt ist der Helikopter. So führt der Weg zur PPL oder CPL mit dem Zusatzbuchstaben(H).

Weg zur Hubschrauberlizenz

Bis vor wenigen Jahren wurden zivile Helikopter nur spärlich eingesetzt. Die überwiegende Zahl der Piloten weltweit rekrutierte sich aus Militär-, Polizei- und Rettungspiloten.  Die zivile Helikopterpiloten-Lizenz galt  als exotisch, denn nur wenige Betuchte konnten sich die private Ausbildung leisten. 

Dabei war es nicht unbedingt der Lizenzerwerb, der den Geldbeutel arg belastete sondern vielmehr der Scheinerhalt selbst, für den man in 24 Monaten 24 Flugstunden und pro Muster einen Checkflug auf Hubschraubermustern nachweisen musste, die privat kaum zu chartern waren.

Mit der Einführung der kostengünstigen Kolbenmotor-getriebenen Helikopter, wie R22, Schweizer 300, Enstrom und R44 änderte sich das Bild. Der Lizenzerhalt wurde erschwinglich und so mancher Pilot wurde sogar stolzer Besitzer eines eigenen Luftfahrzeugs. 

Die Nachfrage in der Ölindustrie wuchs und schon bald wurden Piloten für Offshore und VIP-Einsätze gesucht, ganz zu schweigen von der Reisebranche, die den Helikopter als ideales Gerät für Sightseeing entdeckte. Mit Inkrafttreten der europäischen Lizenzierung nach JAR-FCL (Joint Aviation Regulation-Flight Crew Licencing) vereinfachten sich auch die Anforderungen an Lizenzerwerb und Scheinerhalt.

Weg zur Hubschrauberlizenz - Grundlagen

Die Lizenz ist fünf Jahre gültig, die einzelne Musterberechtigung zwölf Monate. Im deutschsprachigen Europa sind R22, Schweizer 300, Enstrom und R44 bewährte Trainingshubschrauber. In der Turbinenklasse sind es die Bell 206B und die EC120.

Wer eine Ausbildung anstrebt, sollte sich auch über die Kosten bewusst sein. Der PPL(H) schlägt mit rund 25000 Euro zu Buche. Dazu kommen Landegebühren (je nach Standort) und Prüfungskosten.

Weg zur Hubschrauberlizenz - Grundlagen

Im jährlich erscheinenden Helikopter Special des aerokurier sind nahezu alle Flugschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgelistet, bei denen PPL(H)-Ausbildung angeboten wird.

Es empfiehlt sich, die infrage kommenden Schulen zu besuchen und Gespräche mit den künftigen Ausbildern zu führen. Auch Gespräche mit Flugschülern sind sehr aufschlussreich und vermitteln ein gutes Gesamtbild. Nur wenn die Chemie stimmt, stellen sich die Erfolgserlebnisse beim Fliegen ein, zudem fliegt es sich entspannter, wenn Fluglehrer und Schüler auf einer Wellenlänge „funken“.

Weg zur Hubschrauberlizenz - Gesetzliche Anforderungen

Der Gesetzgeber sieht vor, dass ein Bewerber, der noch keine fliegerischen Lizenzen hat, 45 praktische Flugstunden absolvieren muss, bevor er zur Prüfung zugelassen werden kann.  Während der Ausbildung erfolgen auch Alleinflüge, wie beispielsweise ein Überlandflug mit Zwischenlandungen auf fremden, mindestens 100 Kilometer entfernten Flugplätzen. Die Ausbildung endet mit dem Prüfungsflug. 

In der Theorie sind 127 Unterrichtsstunden zu absolvieren. Je nach Flugschule wird der Unterricht in Kombination von Abend- und Tageskursen angeboten, als Kompaktkursus oder im Einzelunterricht  nach gesonderter Vereinbarung. Die theoretische Prüfung wird bei der zuständigen Bezirksregierung (Landesluftfahrtbehörde) abgelegt.

Weg zur Hubschrauberlizenz - Theorie

Die Fachgebiete der Theorie sind:

Luftrecht

Allgemeine Luftfahrzeugkenntnis

Menschliches Leistungsvermögen

Meteorologie

Navigation

Betriebliche Verfahren

Aerodynamik

Allgemeine Flugsicherheit

Die Ausbildungsvoraussetzungen:

Mindestalter 16 Jahre zu Beginn der Ausbildung (mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters)

Fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis der Klasse II (Medical)

Antrag auf Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP/ bei der zuständigen Landesluftfahrtbehörde)

Auszug aus dem Verkehrszentralregister (Kraftfahrt-Bundesamt)

Nachweis über Sofortmaßnahmen am Unfallort oder Erste Hilfe

Kopie des Personalausweises oder Reisepasses

2 Passbilder

Top Aktuell Deutsche Flugsicherung Nachwuchs-Lotsen gesucht
Beliebte Artikel Luftfahrtberufe Fluggerätelektroniker: Könige des Kabelsalats Förderprogramm Dritte Saison für Top Hawk