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Mit mehrjähriger Verzögerung

Dassault Falcon 5X hebt erstmals ab

Der neue französische Langstrecken-Business-Jet hat seinen Erstflug absolviert - mit einer vorläufigen Version der Silvercrest-Triebwerke, deren Entwicklung das ganze Programm verzögerte.

Die Falcon 5X startete am Mittwoch von Bordeaux-Mérignac zu ihrem zweistündigen Erstflug, wie Dassault mitteilte. Am Steuer saßen die Testpiloten Philippe Deleume und Philippe Rebourg. Es sei der Auftakt für eine begrenzte Anzahl an vorbereitenden Testflügen mit dem zweistrahligen Geschäftsreiseflugzeug, bevor die eigentliche Flugtestkampagne 2018 beginnen soll.

Beim Erstflug kam eine vorläufige Version der neuen Silvercrest-Triebwerke des französischen Herstellers Safran zum Einsatz. Design-Probleme beim Antrieb haben für eine vierjährige Verzögerung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan geführt. Eigentlich hatte Dassault die Zulassung der Falcon 5X für Anfang 2015 geplant, mittlerweile wird mit Ende 2019 gerechnet.

Bei den ersten Testflügen, die nur wenige Wochen dauern, sollen nach Angaben von Dassault Daten zur Zelle und den Systemen erhoben werden, um den Entwicklungsprozess zu beschleunigen. Im Frühjahr seien bereits Bodentests durchgeführt worden, darunter Rolltests bei niedrigen und hohen Geschwindigkeiten.

Man wolle die Konsequenzen der Verzögerungen durch die Triebwerksprobleme so gut wie möglich begrenzen. "Wir werden die Validierungstests mit dem modifizierten Silvercrest, die Safran in den kommenden Monaten durchführen will, genau beobachten", so Eric Trappier, Vorsitzender und CEO von Dassault Aviation. Die Ergebnisse dieser Tests seien ausschlaggebend dafür, eine Indienststellung der 5X im Jahr 2020 zu erreichen.

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