07.07.2016
aerokurier

FlugsicherheitKanadische Luftfahrtbehörde empfiehlt PowerFLARM

Ein Flugunfall in Kanada hat die Luftfahrtbehörde Transport Canada dazu veranlasst, eine offizielle Empfehlung für den Einbau von PowerFLARM-Geräten in alle Flugzeuge auszusprechen.

FLARM

Die Kollisionswarnsysteme gibt es in inzwischen in den unterschiedlichsten Varianten. Hier ein PowerFLARM.  

 

Aufgrund eines Zusammenstosses zwischen zwei Flugzeugen ohne FLARM hat Transport Canada eine Empfehlung für PowerFLARM in der Form eines Sicherheits-Rundschreibens ausgesprochen. Die Behörde und das Transportation Safety Board of Canada heben hervor, dass "sehen und gesehen werden" als alleinige Maßnahme im Sichtflug (VFR) nicht ausreicht, um Kollisionen zu vermeiden. Beide empfehlen, alle Flugzeuge mit einem Kollisionswarnsystem auszurüsten und gehen in der Empfehlung auf die Funktionsweisen und Vorteile von PowerFLARM ein.

FLARM ist eine Technologie für Verkehrsinformationen und zur Kollisionsvermeidung. Über 30.000 Einheiten sind in verschiedenen Flugzeugtypen weltweit im Einsatz und haben wesentlich dazu beigetragen, die situative Aufmerksamkeit im Cockpit und Sicherheit zu steigern. Im Jahr 2004 wurde FLARM zunächst im Segelflug eingeführt, um gefährliche Annäherungen beim gemeinsamen Thermikfliegen zu verhindern. Inzwischen hat durch die Technik die Zahl von Zusammenstössen und Beinahe-Kollisionen abgenommen. FLARM ist eine kooperative sense & avoid Technologie in der Allgemeinen Luftfahrt vor allem im unteren Luftraum. FLARM kann von Drohnen, Hubschraubern, bemannten Luftfahrzeugen, Hängegleitern und Fallschirmspringern genutzt werden.




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