22.12.2017
Erschienen in: 08/ 2011 aerokurier

Alpenüberquerung (Teil 4) San Bernardino

San Bernardino Kopie (jpg)

Der San-Bernadino-Pass ist einer der wichtigsten Alpenübergänge. Er hat eine Scheitelhöhe von 2065 m. Foto und Copyright: Frank Herzog  

 

Um aus dem Raum nördlich des Bodensees ins Tessin zu gelangen, empfiehlt sich der San-Bernardino-Pass. So kann bei Lindau (1) der Bodensee überquert werden, dann folgt man auf Südkurs dem Rheintal, dem flachen Grenzgebiet zwischen der Schweiz, Österreich und Liechtenstein. Der Flug wird verschönert durch den Säntis auf Schweizer Gebiet, gegenüber, also in Flugrichtung auf der linken Seite, reicht der Blick weit in den Voralberg hinein. Bei Sargans (2) liegt eine große  Talverzweigung und ein Autobahnkreuz. Nach rechts, also Richtung Nordwesten, käme bald einmal der Walensee und später der Zürichsee. Unser Fixpunkt ist aber der Flugplatz Bad Ragaz (3), der westlich von Rhein und Autobahn liegt. Nach links zweigt nun das Tal des Prättigaus in Richtung Klosters und Davos ab, dem aber nicht gefolgt werden darf.

Wir bleiben am Rhein und an der Autobahn und treffen bald auf Chur (4), die Hauptstadt des Kantons Graubünden. Östlich von Chur, bei Bonaduz, treffen Hinterrhein und Vorderrhein zusammen. Wir halten nach links und folgen weiterhin der Autobahn. Bei Thusis (5) muss die minimale Höhe von 8000 ft erreicht sein, welche für die Passüberquerung notwendig ist. Hier gibt es eine weitere Talverzweigung: Wir bleiben auf Südkurs und fliegen dem Tal entlang, das später einen Knick macht Richtung Südwesten. Hier sind wir im Gebiet von Rheinwald, unten ist immer noch die Autobahn A13. Dieser folgen wir auch strikt, denn nach links zweigt der Splügenpass ab, der auf italienisches Gebiet zum Comersee führt.

Bei Hinterrhein (6) macht das Tal wieder einen Knick nach Süden, die Autobahn verschwindet im 6,6 km langen Tunnel. Hier überqueren wir die Passhöhe, die 6775 ft beträgt. Bei der Ortschaft San Bernardino (7), die diesem neben dem Gotthard zweitwichtigsten Alpenübergang der Schweiz den Namen gibt, taucht die Autobahn wieder aus dem Tunnel auf. Nun sind wir im Misox, das noch zum Kanton Graubünden gehört, die Bevölkerung aber bereits italienisch spricht. Zuunterst im Tal kommen wir am ehemaligen Militärplatz San Vittore (LSXV) vorbei, der noch für alpine Segelfluglager genutzt wird. Dann sehen wir schon Bellinzona (8), den Hauptort des Kantons Tessin und bald darauf folgt der Flugplatz Locarno-Magadino (9).

aerokurier Ausgabe 08/2011


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