22.12.2017
Erschienen in: 08/ 2011 aerokurier

Alpenüberquerung (Teil 2) Brennerpass

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Der Brennerpass ist leicht am Bahnhof zu identifizieren. Foto und Copyright: Frank Herzog  

 

Der Brennerpass gehört zu den Klassikern unter den Transalp-Routen. Mit einer Passhöhe von 4508 ft (1374 m) ist er der niedrigste Pass des Alpenhauptkamms in den Österreichischen Zentralalpen. Letzte Navigationspunkte in Deutschland sind Garmisch-Partenkirchen (1) und Mittenwald. Über Scharnitz (3) und Seefeld (4)geht es durch das Karwendel-Gebirge. Der Einflug in das Wipptal (6) beginnt bei Innsbruck (5). „Ein Überfliegen der Kontrollzone Innsbruck ist nicht drin“, sagt Peter Müller, ein erfahrener Alpenpilot und Fluglehrer, der mit Aviationtraining-Tirol auch Gebirgseinweisungen ab Innsbruck anbietet. „Die Lotsen sind so lange freundlich, wie man sie mit den richtigen Informationen versorgt“, beschreibt er die Erfahrungen der Controller mit Alpentransit-Piloten. Ab dem Pflichtmeldepunkt Sierra von Innsbruck (Europabrücke der Brennerautobahn) folgt man der Autobahn Richtung Süden. „Mit 6000 ft Flughöhe ist man gut bedient“, so Müller.

Der Brennerpass und damit der Grenzübergang nach Italien ist am großen Bahnhof und dem (kleinen) Brennersee (7) leicht zu identifizieren. Das Tal wird dann in Richtung Süden wieder deutlich breiter. Bei Sterzing/Vipiteno (8) beschreibt die Autobahn eine Linkskurve und folgt dem Tal des Eisack-Flusses über Franzensfeste (9) und Brixen (10). Das machen wir auch. Rechts vom Flugweg faszinieren die Sarntaler Alpen, links davon stehen die mächtigen Felsen der Dolomiten. Besonders am späten Nachmittag bei tiefem Licht ist der Blick aus dem Flugzeug in die Dolomiten einfach spektakulär.

Kurz vor Bozen dreht die Brennerautobahn nach Westen, um sich danach wieder nach Süden zu wenden. Genau südlich von Bozen (12) liegt der Flugplatz mit seiner 1297 m langen Nord-Süd-Piste. Alternativ bietet sich eine Landung im rund 60 km weiter südlich gelegenen Trento an. Bei hervorragenden Wetterbedingungen bietet sich als Alternative ab Sterzing auch ein Flug über das Penser Joch (9a) durch das Penser Tal (10a) und das Sarntal (11a) an. Allerdings sind hier mehr Höhenreserven gefragt, denn das Penser Joch ist mit 2211 m höher als der Brenner und erfordert eine Mindestflughöhe von 9000 ft.


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Peter Brotschi/aerokurier



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