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Umbau ab Werk EASA-zugelassen

Tecnam P2002JF für Aerobility

Tecnam ist die erste Firma, die ab Werk ein zugelassenes behindertengerechtes VLA-Flugzeug anbietet. Die erste P2002JF für den britischen Verband Aerobility wurde nun zertifiziert.

Der italienische Flugzeughersteller Tecnam aus Capua hat am 26. März von der europäischen Luftfahrtbehörde EASA die Zulassung für den Umbau einer P2002JF auf Handsteuerung erhalten. Damit kann dieses Flugzeug auch von Menschen mit körperlichen Behinderungen geflogen werden. Erstkunde für diese P2002JF-Version ist die britische Organisation Aerobility (UK). Der Zulassung vorangegangen waren umfangreiche ergonomische Studien, Gutachten von Testpiloten, die Konstruktion von speziell gefertigten Teilen sowie Diskussionen mit der EASA und der italienischen Luftfahrtbehörde ENAC. In 18 Monaten reifte die Idee zu einem zugelassenen Produkt. Mit der jetzt erteilten Zertifizierung bietet Tecnam das erste bereits ab Werk zugelassene Serienflugzeug mit Handsteuerung für behinderte Piloten. Mike Miller-Smith, der Hauptgeschäftsführer von Aerobility, sagte bei der Übergabe der Zulassungsurkunde: "Dieses Meilenstein-Projekt ist wahrlich eine glänzende Ingenieursleistung und eine glänzende humanitäre Leistung. Sie ermöglicht allen, die Freiheit des Fliegens zu erleben."

Das umgebaute Cockpit der Tecnam P2002JF. Foto und Copyright: Tecnam

Zu den Modifikationen an dem Flugzeug gehörte unter anderem der Einbau eines weiteren Gashebels sowie der Umbau des Steuerhorns. Höhenruder, Querruder und die Bremsen werden mit der linken Hand gesteuert, während für die Steuerung des Gashebels, des Seitenruders und der Klappen in der Cockpitmitte ein zusätzlicher, zentraler Steuerknüppel installiert wurde.

Der Tecnam-Testpilot Marco Locatelli hat für die Erprobung der Steuerung 22 Flugstunden im Cockpit zugebracht, um die unkonventionelle Anordnung der Steuerorgane zu testen. In über 30 Trudelversuchen erprobte er zudem, welcher Aufwand notwendig ist, mit dieser Steuerung aus dem Trudeln wieder herauszukommen. Dabei erhielt er Unterstützung von Tim Ellison, einem ehemaligen Harrier-Piloten der Royal Air Force und Alessandro Paleri, beides behinderte Piloten.

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