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Rekord in Bad Gandersheim

10.000 Landungen in 35 Jahren

Henning Jahns ist Pilot, Fluglehrer und Vorsitzender des Flugplatzes Bad Gandersheim. Nun hat er seine 10.000. Landung absolviert.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Flugplatzes Bad Gandersheim wurde die 10.000. Landung durch eine einzige Person erreicht. Der nun seit 35 Jahren aktive Pilot, Fluglehrer und Vorsitzende Henning Jahns blickt mit Stolz auf seine bisher unfallfreien Landungen zurück. Und das kann er auch mit bestem Gewissen tun, denn 10.000 ist eine Zahl, die sonst nur Berufspiloten erreichen. Als Sohn eines Gründungsmitgliedes des Flugplatzes wuchs er praktisch auf dem Platz auf dem „Kühler“ auf und begann schon als kleiner Junge mit seiner fliegerischen Karriere. Bereits mit drei Jahren  flog er das erste Mal mit seinem Vater Karl Jahns, einem ehemaligen Messerschmitt-Bf-109-Piloten aus dem Zweiten Weltkrieg, der den Flugplatz Bad Gandersheim im Jahre 1958 offiziell eröffnete. Auf der Bücker 181 lernten Henning und sein Bruder das Fliegen, schon lange, bevor sie überhaupt die Lizenz machen durften.

Mittlerweile berechtigt, weitaus mehr als 20 Flugzeugtypen zu fliegen, ist Jahns nicht nur in Bad Gandersheim als aktiver Pilot tätig: Nach dem Lizenzerhalt 1978 war er zehn Jahre lang Absetzpilot für den Fallschirmsportclub Berlin in Höxter. Ab 1988 zog er fast zehn Jahre lang während der deutschen und europäischen Segelflugmeisterschaften als Schlepppilot Segelflugzeuge mit der vereinseigenen Robin in die Luft. Während der Expo 2000 in Hannover wurde er als Flugleiter des extra für die Weltausstellung gegründeten „Hubschraubersonderlandeplatz Hannover Messe“ tätig. Der weiteste Ausflug des passionierten Piloten führte ihn zusammen mit seiner Frau Elke 1996 von Bad Gandersheim nach Palma de Mallorca.

Bereits mit 31 Jahren wählte man ihn zum Geschäftsführer des Sportfliegerclubs Gandersheim-Seesen e.V., fünf Jahre später wurde er zusätzlich zum Vorsitzenden des Flugplatz Bad Gandersheim e.V. gewählt. Mit 40 Jahren folgte schließlich die Ausbildung zum Fluglehrer und somit konnte er sein Wissen mit großem Ehrgeiz und Elan den mittlerweile zahlreich fertig ausgebildeten Piloten übermitteln. Hierbei sei erwähnt, dass die vereinseigene Flugschule, wie der Name schon sagt, eine Vereins- und keine kommerzielle Flugschule ist. Alle Fluglehrer arbeiten ehrenamtlich und haben die Ausbildung selbst finanziert. Auf Landesebene ist der erfahrene Pilot seit Jahren im Landesverband Niedersachsen des Deutschen Aero Clubs (DAeC) als Vize-Präsident im Amt.

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