in Kooperation mit

Nachruf Elmar Mirbek

Elmar Mirbek 1942 - 2013

2 Bilder

Es ist der 6. Februar 2013. Elmar Mirbek, pensionierter Prüfungsrat des Luftamtes Südbayern, will sich auf einen Checkflug vorbereiten. Dazu kommt es jedoch nicht mehr. Mirbek erleidet einen Herzinfarkt, wird noch vom sofort alarmierten Notarzt versorgt, stirbt jedoch wenig später im Krankenhaus Altötting. Elmar Mirbek wird 70 Jahre alt.

Der Tod ereilte Elmar Mirbek dort, wo er sich eigentlich am liebsten aufhielt: in der Nähe von Flugzeugen und Hubschraubern. Fliegen war seine Passion. Er konnte mit seiner liebenswerten und stets freundlichen Art Menschen fürs Fliegen begeistern, insbesondere für seine große Liebe, den Hubschrauber. So war er bei der Hubschrauber-WM 1996 in den USA, wo er als Copilot an Bord einer Schweizer 300 mitflog, jederzeit Ansprechpartner für die Mannschaft und stand auch anderen Teams mit Rat und Tat zur Seite. Er tröstete, wo es nötig war, und spornte an, wo es erforderlich war. Dabei war Siegen für ihn zweitranging, vielmehr stand die Freude am Hubschrauberfliegen im Fokus seines Handelns. 

Im Jahr 1958 begann Elmar Mirbek ("Mike India") mit dem Segelfliegen in Österreich. Bereits an seinem 21. Geburtstag, im April 1963, war er der damals jüngste Fluglehrer Deutschlands. 1964 startete seine berufliche Fliegerkarriere, zunächst in München-Oberwiesenfeld als Fluglehrer, ab 1966 dann als Werkspilot bei MBB (heute Eurocopter) in Ottobrunn. Am 1. Juni 1971 wechselte er zunächst zum Luftamt Nordbayern; arbeitete ab 1976 bis zu seinem Ruhestand im Sommer 2007 ununterbrochen als Prüfer für die Regierung von Oberbayern beim Luftamt Südbayern. In seinen Flugbüchern hat er all seine Flüge aufgeschlüsselt. Bis zum 30. Juni 2011 waren es exakt 9580 Prüfungen auf Flugzeugen und 4420 Checkflüge beziehungsweise Prüfungsflüge auf Helikoptern. Mit vielen seiner ehemaligen Prüflingen pflegte er bis zuletzt herzliche Freundschaften. 

Der 14000. Prüfungsflug fand im Juni 2011 auf einer Schweizer 300 statt - auf dem Flugplatz Mühldorf. Hier schloss sich acht Monate später der Kreis. Mirbek sollte sich einer OP unterziehen, wollte aber zuvor noch einige Prüfungen abnehmen, weil nicht feststand, wann er wieder würde fliegen dürfen.

Die Helikopterwelt trauert um Elmar Mirbek.    

Top Aktuell Bell-Projekt „Nexus“ auf der CES Per Flugtaxi staufrei in den Feierabend
Beliebte Artikel Schwimmer von DART Aerospace Sicherheitsplus für Bell 505 Jet Ranger X Hubschrauber ist eingetroffen DRF Luftrettung übernimmt Station in Bautzen
Aerokurier Stellenangebote Jobangebot Chiffre - Projektingenieur und Pilot gesucht (m/w/d) Jobangebot EMT sucht Leichtflugzeugbauer (m/w) Jobangebot Svege-Flugzeugführer Stellenausschreibung Luftfahrzeugführer/in gesucht
Anzeige