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Nach Eisenach im Jubiläumsjahr

Hubschraubermeisterschaft im Juli auf dem Kindel

Zwei Jubiläen fallen in diesem Jahr zusammen: das 25-jährige Bestehen des Deutschen Hubschrauber Clubs und der 20. Geburtstag des Verkehrslandeplatzes Eisenach-Kindel. Warum also nicht gemeinsam feiern und dabei auch noch vielen Menschen attraktiven Helikoptersport bieten?

Zum vierten Mal findet nun bereits ein Hubschrauberwettbewerb im thüringischen Eisenach statt. Nach den Wettbewerben 2000 und 2007 war die Stadt 2008 auch Gastgeber für die Hubschrauber-Weltmeisterschaft. Damals präsentierte sich Eisenach weltoffen und ausgesprochen fliegerfreundlich. Das haben sich die Verantwortlichen beim Deutschen Hubschrauber Club (DHC), dem sportlichen Ausrichter der Wettkämpfe, wohl gemerkt. Da sowohl der DHC als auch der Flugplatz auf dem Kindel in diesem Jahr Jubiläen feiern, und beide somit auch Synergieeffekte nutzen können, wurde man sich schnell einig, dass die Offene Deutsche Hubschraubermeisterschaft (ODM) 2014 wieder in Eisenach zu Gast sein wird.

Die ODM findet vom 24 bis zum 27. Juli statt und eingeladen sind zehn Nationen. Bei der ODM können ausländische und auch gemischte Crews teilnehmen. Pilot und Copilot müssen nicht zwingend die gleiche Staatsbürgrerschaft haben. Für den nationalen Titel "Deutscher Hubschraubermeister" werden jedoch ausschließlich deutsche Besatzungen gewertet. Bei der letzten nationalen Wertung, die 2013 im Rahmen der Offenen Belgischen Helikoptermeisterschaft ausgetragen wude, siegten Marcel Stegmüller/Jens Scholpp (auf R22) zum vierten Mal in Folge. Deutsche Vizemeister wurden Martin Eigner/Thorsten Strohmaier (auf R44). Die Podestplätze in der Gesamtwertung hatten sich ausschließlich russische Besatzungen gesichert; sie dominieren seit vielen Jahren alle internationalen Helikopterwettbewerbe.

Alle fliegerischen Elemente bei den Wettbewerben der Offenen Deutschen Hubschraubermeisterschaft (ODM) sind abgeleitet vom Such- und Rettungsdienst. Foto und Copyright: DHC

Bis heute haben sich 20 Mannschaften zur Teilnahme in Eisenach angemeldet. Sie treten an drei Wettbewerbstagen an: in der Navigation am Freitag (25. Juli), im Präzisionsflug und beim Parcous (Manövrieren von Außenlasten) am Samstag (26. Juli) sowie im Slalom am Sonntag (27. Juli). Alle Wettbewerbsteile werden konventionell geflogen, das heißt ohne Flight Management und ohne GPS-Unterstützung. Ihre Teilnahme haben Crews aus Polen, Belgien, Großbritannien, Österreich und der Schweiz angekündigt beziehungsweise bereits zugesagt. Eine Absage kam indes aus Weissrussland. Dass russische Teams in Eisenach an den Start gehen werden, ist ansgeseichts der derzeitigen Lage in der Ukraine mehr als fraglich.

Auf deutscher Seite sind die Favoriten Stegmüller/Scholpp und ihre Herausforderer Eigner/Strohmaier dabei, sowie Andreas Rübner, der mit dem "neuen" Copiloten Helmut Korb auf einer R44 an den Start geht. Fritz und Jens Renner (Vater und Sohn) wollen auch wieder starten, ebenso wie Frank Rufdolf/Michael Jung (beide Teams fliegen auf Schweizer 300). Damencrews haben sich bisher noch nicht formiert. Als Mixed-Team treten Rudi Boser/Bettina Schleidt (Schweiz/Deutschland) auf einer R22 an. Interessant für die Zuschauer sind die am Platz stattfindenden Elemente am Samstag und am Sonntag; zum Abschluss werden einzelne Übungen auch nochmal demonstriert (siehe Foto) und den Zuschauern erklärt, bevor bei einem großen Bankett am Abend die sportlichen Leistungen der ODM 2014 gewürdigt werden.

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