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Meilenstein für die Quest Aircraft Company

Quest liefert die 100. Kodiak aus

Die Nachfrage nach Arbeitsflugzeugen ist weltweit bemerkenswert. Die Quest Aircraft Company hat jetzt das 100. Exemplar ihrer Utility-Einmot des Typs Quest Kodiak an einen Kunden übergeben.

In Europa genießt sie Exoten-Status. Lediglich der Springerclub der Rheinarmee in Bad Lippspringe und eine in Südtirol privat betriebene Quest Kodiak sind hier zu Hause. In abgelgeneren Gegenden, wo eine Kombination aus kurzen, unbefestigten Pisten mit hohen Temperaturen und einem Bedarf an üppiger Zuladung jedem Piloten das Leben schwer macht, fühlt sich die bärige Turboprop-Einmot zu Hause. Aber sie findet auch Liebhaber, die das Besondere suchen und sie als Privatflugzeug betreiben.

Der Hersteller, die Quest Aircraft Company aus Sandpoint im US-Bundesstaat Idaho, hat nun einen besonderen Meilenstein im Kodiak-Programm gefeiert: Am 19. September übergab Quest Aircraft das 100. Exemplar an einen Kunden. Empfänger war die Firma Sunstate Aviation aus Phoenix, Arizona. Der Firmeninhaber Mike Watts übernahm das Flugzeug in Idaho im Rahmen einer feierlichen Übergabezeremonie. Watts sagte bei der Übergabe: "Die Kodiak ist das perfekt Flugzeug für uns. Sie hat die Flugleistungen, nach denen ich gesucht hatte und eine Kabine mit der idealen Kombination aus persönlichem Komfort und Platz für Gepäck und andere Ausrüstungsgegenstände." Sam Hill, Hauptgeschäftsführer und Präsident von Quest Aircraft, sagte bei der Übergabe: "Quest ist in relativ kurzer Zeit ein sehr weites Stück vorangekommen. Wir erhielten die FAA-Zulassung im Mai 2007, nur zwei Monate, nachdem das erste Serienflugzeug seinen Jungfernflug absolviert hatte. Heute sind wir in zwölf Ländern zugelassen, und weitere Zulassungen sind in Arbeit. Kodiaks sind rund um die Welt im Einsatz und fliegen bei Charterunternehmen, mittelständischen Unternehmen, Privateignern, für die US- und internationale Regierungen sowie für humanitäre Organisationen. Wir sind hocherfreut, Sunstate Aviation in der Familie unserer Kunden zu begrüßen"

Angetrieben von einer Pratt & Whitney PT6A-Propellerturbine steigt die zehnsitzige Kodiak mit über 1300 ft/min. Ihre Startstrecke bei voller Zuladung beträgt unter 1000 ft (300 m). Im Cockpit der Kodiak ist ein Garmin G1000 installiert.

Die Kodiak beeindruckte beim Pilot Report

Die erste Quest Kodiak wurde 2007 an einen Käufer übergeben. Foto und Copyright: Quest Aircraft

Die Quest Aircraft Company wurde 2001 gegründet. Die Quest Kodiak - deren erstes Exemplar 2007 ausgeliefert wurde - ist das einzige Flugzeugmuster der Firma. Der aerokurier hat die Turboprop-Single in seiner Mai-Ausgabe 2010 in einem ausführlichen Pilot Report vorgestellt.

Im Pilot Report für den aerokurier schrieb Geoffrey Jones: "Damit sie ihren Aufgaben gerecht wird, wurde auf eine besonders robuste Bauausführung großer Wert gelegt. Unter den aerodynamischen Verkleidungen des Hauptfahrwerks befinden sich solide Federstahlbeine. Voluminöse Tundrareifen stellen den Kontakt zum Boden her. Die gut zupackenden Bremsen liefert Cleveland. Das steuerbare Bugfahrwerk setzt auf Öl-Luft-Dämpfung. Bei Bedarf lässt sich das Fahrwerk problemlos auf Schwimmer umrüsten. Die Bodenfreiheit des vierblättrigen Verstellprops mit Reverse-Funktion und Segelstellung beträgt üppige 48 cm. Der Propeller selbst misst 244 cm im Durchmesser. Zur Not kann die Kodiak sogar rückwärts rollen - ein Feature, das im unwegsamen Gelände gelegentlich durchaus hilfreich sein kann."

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