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Im Riesenschatten der An-225

Luftfahrt-Presse-Club tagt auf dem Flughafen Leipzig

Mit der festlichen Verleihung des renommierten Hugo-Junkers-Preises für herausragenden Luftfahrt-Journalismus fand die diesjährige Jahrestagung des Lutfahrt Presse Clubs in Leipzig ihren Höhepunkt. Halt! Da gab es noch ein anderes Highlight: die Landung des größten Flugzeugs der Welt. Die An-225 machte einen kurzen Zwischenstop in Leipzig und die Luftfahrt-Journalisten durften mal ganz nahe ran an den Riesen aus der Ukraine.

Da wurden mehr als 6o gestandene Luftfahrt-Journalisten zu begeisterten Handy-Spottern. Exakt um 17 Uhr (am 15. November 2014) landete das derzeit größte Flugzeug der Welt, die sechsmotorige An-225 auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Die An-225 ist auf deutschen Plätzen eher eine Rarität und Luftfahrtenthusiasten haben hierzulande nur selten Gelegenheit, so nahe an das Flugzeug zu kommen. Umso erfreuter waren die Mitglieder des Luftfahrt-Presse Clubs (LPC), der in Leipzig tagte, und die diesjährigen Gewinner des Hugo-Junkers-Preises ehrte, dass der Flughafen Leipzig/Halle unter Federführung von Uwe Schuhart, den "hautnahen" Besuch möglich gemacht hatte. Ausgestattet mit gelben Vorfeld-Westen durfte die Gruppe bei der Landung direkt an die Piste und danach eine Weile beim Beladen zuschauen.

Die An-225 "Mrija" gibt es weltweit nur einmal. 1988 wurden zwar zwei Maschinen bei Antonow in der damaligen Sowjetunion gebaut, aber nur diese eine wurde fertiggestellt. Das Flugzeug, eine vergrößerte Version der An-124, ausgestattet mit sechs ZMKB Lotarjow-D18T Mantelstromtriebwerken, die je 229,85 kN Schub liefern, diente unter anderem auch als Transportflugzeug für den Raumgleiter Buran. Das MTOW der An-225 beträgt 600 Tonnen, bei einem Leergewicht von 175 Tonnen. Damit verfügt die An-225 derzeit über die größte zulässige Startmasse weltweit. Ihre Länge beträgt mehr als 85 m, die Spannweite 88,40 m. Im Cockpit arbeiten sechs Bsatzungsmitglieder, dazu kommt Personal für die Be- und Entladung, die über eine Rampe in der Flugzeugnase erfolgt.

Nach ihren Buran-Einsätzen wurde die An-225 vorübergehend gegroundet, und erst mit der Privatisierung der Luftfahrt in der Ukraine wiederbelebt. In den ukrainischen Farben fliegt sie nun für die ukrainischen Antonow Airlines und befördert wetweit besondere Frachten. Bei ihrem zweistündigen Intermezzo in Leipzig wurde das Flugzeug mit Spezialequipment beladen und flog dann über England weiter nach Goose Bay in Kanada. 

Derweilt rüsteten sich aber die LPC-Mitglieder bereits für den Festabend. Den Hugo-Junkers-Preis für herausragenden Luftfahrt-Journalismus, dotiert mit 10.000 Euro, erhielten Marco Evers, für einen herausragenden Artikel über die Mensch-Maschine-Schnittstelle im Cockpit, unter dem Titel: "Absturz im Cockpit", erschienen im Spiegel, sowie Andreas Spaeth, regelmäßiger Mitarbeiter in der FLUG REVUE, für seine Analyse: " Enger, unbequemer, billiger", erschienen in Die Welt/Welt am Sonntag, in der er aufzeigt, wie sich die Sitzplätze in den Touristenklasen der Verkehrsflugzeugen im Laufe der Jahrzehnte enwickelt haben.

Der Sonderpreis des LPC ging an Michael Immel und Demian von Osten (beide ARD). Mit einer außerordentlich kurzweiligen und amüsanten Persiflage haben sie in der Reihe moma-Reporter des ARD-Morgenmagazins das Groschengrab Flughafen Kassel-Calden unter die Lupe genommen. (Titel: "Provinzflughäfen - viel Geld für wenig Flüge". )

Der Festredner des Abends, Prof. Dr.-Ing. Johannes-Dietrich Wörner, der zu Recht stolze Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), zeigte neue Bilder vom Lander Philae und von Astronaut Alexander Gerst und forderte auf, neugierig zu bleiben, um zu sehen, was das All in der Zukunft für die Menschen noch Spannendes bereit hält. 

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