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Juan Velarde (ESP) www.redbullcontentpool.com

Air Race - Details zur Saison

Acht packende Luftrennen

Das Red Bull Air Race steht in den Startlöchern. Neue Teammitglieder und -partner, Modifikationen an den Rennflugzeugen, neue Strategien und wichtige Regeländerungen lassen die Ergebnisse zum Saisonstart schwer vorhersehen.

Anerkannt durch die Fédération Aéronautique Internationale (FAI) ist die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft die höchste Rennserie in der Luft, vergleichbar mit der Formel 1. Geschwindigkeit, Präzision und Geschick entscheiden über Sieg und Niederlage, wenn die 14 Master-Class-Piloten nur wenige Meter über dem Land oder Wasser durch die technisch anspruchsvollen, aus luftgefüllten Pylonen gesteckten Rennstrecken jagen und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h erreichen sowie Fliehkräften von bis zu 12 g ausgesetzt sind.

Wie in den vergangenen Jahren findet das Auftaktrennen in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Das Starterfeld der 14 Master-Class-Piloten gleicht dem des Vorjahres. Mit dabei sind unter anderem der amtierende Weltmeister Martin Šonka aus Tschechien, der seinen Titel in diesem Jahr verteidigen will, Matt Hall (Australien) und Michael Goulian (USA), die 2018 an der Seite von Šonka auf dem WM-Podium standen, der Weltmeister von 2017 Yoshihide Muroya (Japan), sowie Matthias Dolderer, der 2016 den Gesamtsieg erringen konnte.

Die Nachwuchsserie des Red Bull Air Race, die Challenger Class, umfasst in diesem Jahr zwölf Piloten, darunter Neulinge aus Österreich, der Schweiz und den USA. Sechs dieser Piloten starten in Abu Dhabi mit dem Ziel, die ersten Punkte im Challenger Cup 2019 zu erfliegen.

Neue Regeln

Zu den Regeländerungen 2019 gehört unter anderem eine Überarbeitung des Punktesystems. Zum ersten Mal seit 2010 werden auch im Qualifying Punkte vergeben: drei Punkte für den Sieger, zwei für den Zweit- und einen für den Drittplatzierten. Eine weitere Änderung betrifft die neue Punktevergabe am Renntag, inklusive zusätzlicher Bonuspunkte für das Erreichen einer weiteren Runde – fünf Punkte für das Erreichen der Round of 8 und drei Punkte für den Einzug in das Final 4. In den vergangenen beiden Saisons entschieden gerade einmal fünf oder noch weniger Punkte über den WM-Titel. Die zusätzlichen Punkte könnten somit von entscheidender Bedeutung sein und könnten sich in neuen Strategien der Teams zeigen.

Eine weitere Regeländerungen in der Master Class betrifft die maximal erlaubten g-Kräfte im Rennen, genauer die Strafe für ein Over-g. In der vergangenen Saison führte eine Überschreitung von 10 g für bis zu 0,6 Sekunden zu einer Zwei-Sekunden-Strafe, eine Überschreitung von 12 g zu einem DNF (Did Not Finish) im entsprechenden Lauf. 2019 wird eine Strafsekunde ausgesprochen, wenn der Pilot 11 g erreicht. 12 g führen weiterhin direkt zum DNF.

Während die Piloten dieselben bleiben, gibt es innerhalb der Teams einige personelle Veränderungen. Peter Conway, der Yoshihide Muroya 2017 zu seinem WM-Titel verhalf, kehrt als neuer Techniker für das Team von Kirby Chambliss (USA) zurück. Juan Velarde (Spanien) hat Manuela Rodríguez Marote als Trainerin und Psychologin verpflichtet, während Nicolas Ivanoff (Frankreich) den Taktiker Marius Heise rekrutiert hat. Heise arbeitete schon für den Weltmeister von 2008, Hannes Arch. Mit Werner Wolfrum als neuen Taktiker von Pete McLeod (Kanada) ist ein weiteres Mitglied aus dem ehemaligen Team von Arch wieder mit von der Partie. Mark Travner, der zum Team des mittlerweile zurückgetretenen Peter Podlunšek gehörte, wird neuer Taktiker von Petr Kopfstein (Tschechien), dessen Team die Verantwortlichkeiten einiger Teammitglieder verändert hat.

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