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Air Race Kazan

Muroya vorn, Dolderer patzt

Yoshihide Muroya (JPN) Foto: www.redbullcontentpool.com

Beim drittletzten Rennen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft im russischen Kazan dominierte der Japaner Yoshihide Muroyaan. Matthias Dolderer nahm sich mit einem Pylonentreffer selbst aus dem Wettbewerb.

Mit einem Vorsprung von knapp zwei Zehntelsekunden zeigte der Japaner Yoshihide Muroya einmal mehr seine Dominenz in der diesjährigen Air-Race-Meisterschaft und verwies damit den Australier Matt Hall und Martin Sonka aus Tschechien auf die Plätze. Hall hatte in der Round of 14 noch die Bestmarke setzen können, mehrere starke Piloten wie die beiden US-amerikaner Michael Goulian und Kirby Chambliss scheiterten hier. Martin Sonka legte im Finale vor und der WM-Leader Muroya ließ keine Zweifel an seiner Form aufkommen. Während Francois Le Vot vier Strafsekunden kassierte, machte es Matt Hall noch einmal ordentlich spannend. Der Australier blieb im letzten Run des Wochenendes bis zum Ziel-Gate knapp an dem Japaner dran und musste sich nur hauchdünn geschlagen geben.

Matthias Dolderer hatte bereits im zweiten Qualifying-Lauf nach einem Pylonentreffer aufgeben müssen. Aus Sicherheitsgründen platzt der Pylon bei Kontakt mit dem Flügel, aber der Treffer war so hart, dass es zu deutlichen Beschädigungen an der Flügelspitze gekommen ist. Dolderer kehrte anschließend sicher zurück zum Race Airport, seine Edge 540 V3 musste aber intensiv gecheckt werden, um genau einschätzen zu können, welche Beschädigungen wirklich vorlagen.

Matthias Dolderer (GER) Foto: Armin Walcher Red Bull Content Pool
Beim Pylonentreffer wurde Dolderers Maschine beschädigt.

„Ich wusste sofort, dass es schlimm war“, sagte der Weltmeister von 2016. „Mit dem peripheren Sehen habe ich direkt wahrgenommen, dass sich am Flügel ein Stück vom Pylon befand. Und auch aufgrund der Geräusche wusste ich, dass es ein harter Treffer war.“ Dolderer war zwar sichtlich enttäuscht, zeigte sich aber dennoch gelassen. „Es hat Spaß auf der Strecke gemacht, und ich wollte einfach eng fliegen, um eine gute Zeit zu erzielen, aber es war ein bisschen zu knapp“, sagte er. „Aber das ist Racing. In der Formel 1 landen die Autos im Kiesbett, wir in einem Pylon.“ Das Flugzeug wurde im anschließend von Renntechnikern unter die Lupe genommen. Die dabei festgestellten Schäden konnten bis zum Rennen nicht repariert werden.

Die Gesamtwertung nach zwei von vier Rennen:
1. Yoshihide Muroya (JPN/53 Punkte)
2. Martin Sonka (CZE/44)
3. Matt Hall (AUS/36)
4. Nicolas Ivanoff (FRA/30)
5. Mika Brageot (FRA/26)
6. Michael Goulian (USA/25)
7. Francois Le Vot (FRA/21)
8. Juan Velarde (ESP/16)
9. Ben Murphy (GBR/15)
10. Cristian Bolton (CHI/13)
11. Kirby Chambliss (USA/13)
12. Pete McLeod (CAN/10)
13. Petr Kopfstein (CZE/5)
14. Matthias Dolderer (GER/3);

Das nächste und zugleich vorletzte Rennwochenende der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft geht am 13./14. Juli im ungarischen Zamárdi am Plattensee über die Bühne. Jüngst hatte Red Bull bekanntgegebene, die Rennserie nach der Saison 2019 wegen mangelnden Zuschauerinteresses einzustellen.

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