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Air Race Finale

Matt Hall holt WM-Titel

Der Australier Matt Hall hat sich den WM-Titel in der letzten Air-Race-Saison geholt. Das Finalrennen im japanischen Chiba gewann Lokalmatador Yoshihide Muroya. Für Matthias Dolderer endete die Saison enttäuschend mit dem letzten Platz im Gesamtclassement.

Matt Hall ist der neue und mutmaßlich letzte Weltmeister im Red Bull Air Race. Der Australier bestätigte mit einem dritten Platz im japanischen Chiba seine konstant guten Leistungen über die ganze Saison. Im ersten Rennen in Abu Dhabi hatte sich Hall noch mit Rang fünf zufrieden geben müssen, gewonnen hatte dort sein ärgster Konkurrent, der Japaner Yoshihide Muroya. In Kasan flog Hall auf Rang zwei hinter dem Japaner, beim Rennen in Ungarn schließlich siegte Matt Hall, nachdem er Muroya bereits in der Round of 14 im direkten Duell aus dem Wettbewerb geworfen hatte.

Im Japanischen Chiba war es schließlich eine Sache von eineinhalb Sekunden, die die beiden WM-Führenden trennten. Muroya brauchte im Finale für den Parcours 58,630 Sekunden, Matt Hall eine Minute und 52 Hundertstel. Kirby Chambliss aus den USA schob sich mit 59,601 Sekunden zwischen die beiden WM-Konkurrenten. Am Ende reichte der dritte Platz Hall, um mit dem hauchdünnen Vorsprung von nur einem Punkt in der Gesamtwertung den Sieg vor Muroya zu erfliegen. Auf Rang drei kam der Tscheche Martin Sonka mit 68 Punkten, der in den ersten beiden Rennen auch stark unterwegs war, in Chiba aber patzte. Bereits in der Round of 14 war für Sonka Endstation.

Petr Kopfstein (CZE)
Samo Vidic Red Bull Content Pool

„Die Bedingungen waren nicht einfach, und mir war klar, dass ich mich bis an mein Lebensende verfluchen würde, wenn ich mir im entscheidenden Lauf einen Fehler leisten würde“, sagte Hall nach dem Rennen. „Jetzt muss ich das alles erstmal verarbeiten, aber hey, wenn ich mal 90 bin kann ich jedem erzählen ,Ich bin Weltmeister‘.“

Für Matthias Dolderer endete die letzte Air-Race-Saison enttäuschend. Der Weltmeister von 2016 – dem es damals als erstem Piloten der Serie gelang, den Titel vor Ende der Saison zu gewinnen – errang in den vier Rennen nur magere sechs Punkte. Dolderer kam kein einziges Mal über die Round of 14 hinaus, in Kazan touchierte er einen Pylon und beschädigte dabei sein Flugzeug, am Balaton fing er sich durch Fehler am letzten Gate Strafpunkte ein.

Einer der Gäste beim Saisonfinale Chiba war FAI-Präsident Robert Henderson. Im Anschluss an das Rennen gab er bekannt, dass das FAI Group Diploma of Honour, eine Auszeichnung für wesentliche Verdienste um die Entwicklung der Luft- und Raumfahrt, an das Red Bull Air Race verliehen wird. Österreich als Mitglied der FAI hatte die Rennserie für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Yoshihide Muroya (JPN)
Jörg Mitter Red Bull Content Pool

„Die FAI hat die Ehre, seit 2005 Partner des Red Bull Air Race zu sein“, sagte Henderson. „Wir bedauern, dass dieses tolle Luftsportereignis eingestellt wird.“ Die Serie habe stets Sportunterhaltung von höchster Qualität geboten und Weltklassepiloten zu höchstleistungen getrieben, die Millionen von Fans auf der ganzen Welt bejubelt haben. „Die FAI gratuliert Erich Wolf und dem gesamten Rennteam, den Piloten und den Begleitcrews zu dieser Auszeichnung, denn sie alle sind Teil des Air Race.“

Red Bull hatte Mitte des Jahres bekannt gegeben, dass es 2020 keine weitere Air-Race-Saison mehr geben werde. Das Zuschauerinteresse habe kontinuierlich abgenommen, sodass sich die Serie nicht mehr lohne und man sich auf andere Sportarten fokussieren wolle.

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