24.08.2013
aerokurier

Vereinfachungen für britische ULs Weniger Bürokratie für britische ULs?

Während sich die 120-kg-Klasse in Deutschland gerade erst etabliert, gehen die Briten möglicherweise noch einen Schritt weiter. Derzeit prüfen die Behörden, ob künftig alle ultraleichten Einsitzer weniger Bürokratie unterliegen sollen.

SD-1 Minisport

Uwe Post vertreibt den tschechischen Einsitzer SD-1 Minisport in Deutschland. Foto und Copyright: UL_GmbH  

 

Die britische Civil Aviation Authority (CAA) hat eine öffentliche Anhörung angestoßen mit dem Ziel, künftig die Rahmenbedingungen für alle britisch registrierten UL-Einsitzer zu deregulieren. Dabei geht es um Lärm- und Lufttüchtigkeitsanforderungen. Bei einem positiven Ausgang des auf sechs Wochen angesetzten Verfahrens könnte die 2007 eingeführte SSDR (single seat deregulated category) künftig alle ultraleichten Einsitzer umfassen. Diese könnten dann entweder auf privater oder gewerblicher Basis entwickelt und produziert werden, ohne dass ein Lufttüchtigkeits- oder Lärmzeugnis notwendig wäre.

Wie bei der SSDR-Kategorie – sie gilt für ULs mit maximal 115 kg Leermasse – läge die Verantwortung für die Lufttüchtigkeit in den Händen des Konstrukteurs, des Erbauers und des Eigners. Es gäbe dann keine Notwendigkeit für eine CAA-Zulassung.

Allerdings müssten Piloten nach wie vor über die passende Lizenz verfügen, also EASA-PPL, NPPL oder LAPL.

Die mögliche Neuordnung der Rechtslage geht zurück auf eine Initiative der Industrie sowie auf eine interne Bewertung der Sicherheit der 115-SSDR-Klasse.

Der Prozess soll – falls die neue Regelung denn kommen sollte – der Industrie und privaten Konstrukteuren Innovationen schmackhaft machen und wirtschaftliche Anreize bieten.
Die British Microlight Aircraft Association (BMAA) begrüßt den Vorstoß. Geoff Weighell: “Die BMAA arbeitet eng mit der CAA zusammen, um die Regeln der SSDR auf alle einsitzigen ULs auszuweiten. Wir begrüßen den pragmatischen Ansatz der CAA, um die Regeln zu vereinfachen. Wir spüren, dass diese Regeln die Wurzeln der leichten fliegerei neu beleben. Piloten und die Industrie profitieren davon.“ 



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