12.04.2015
Erschienen in: 05/ 2014 aerokurier

EurofoxBewährter Geheimtipp

Der Eurofox gehört zu den UL-Klassikern – und dürfte dennoch vielen Piloten hierzulande unbekannt sein. Dabei steht hinter dem in Gemischtbauweise gefertigten UL ein international renommierter Hersteller. Wir waren zu Besuch bei Aeropro.

Der Eurofox hat seine Wurzeln in den amerikanischen Modellen Avid Flyer beziehungsweise im Kitfox. Kein Wunder also, dass der abgestrebte Schulterdecker seinen größten Markt in den USA hat. Der slowakische Hersteller Aeropro exportiert 40 Prozent seiner Produktion dorthin. Weitere 40 Prozent aller hergestellten Eurofox werden als Schnellbausatz nach England geliefert. Die übrige Produktion geht in den Rest der Welt. Auch in Deutschland ist der Eurofox seit den 1990er Jahren eine feste Größe – doch der ganz große Erfolg blieb dem Muster verwehrt. Rund 60 Stück sind hierzulande zugelassen, mehr als 400 sind es weltweit. „Es gibt kaum ein Land, wohin noch keiner verkauft wurde“, heißt es, als wir gemeinsam mit dem deutschen Musterbetreuer Norbert Kaminski zu Besuch im slowakischen Nitra sind. Die 79000-Einwohner-Stadt liegt rund 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Bratislava im Donautiefland. Das Werk befindet sich auf dem Gelände des örtlichen Flugplatzes mit seinen zwei Graspisten.

Peter Tonček, einer der vier Eigner von Aeropro, führt uns durch die Produktion und erklärt ausführlich jeden Produktionsschritt des Eurofox. In der Produktion arbeiten 18 Mitarbeiter, vier weitere kümmern sich um den Verkauf und administrative Tätigkeiten. Die Firma ist durch die Luftfahrtbehörde der Slowakei zertifiziert. Viele der Produktionsmitarbeiter sind Modellflieger – ein Hobby, das von der Firmenleitung sehr geschätzt wird. Diese bringen viele Fähigkeiten mit, die bei der Produktion des Eurofox gebraucht werden.


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Mark Juhrig


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