11.02.2016
aerokurier

ScaleWings sw51Produktion und Vertrieb aus einer Hand

Anfang Dezember 2015 haben ScaleWings und FK-Lightplanes die seit 2012 laufende Zusammenarbeit einvernehmlich beendet. Darüber informiert das Unternehmen in einer Pressemitteilung. „Nach drei Jahren der haben wir festgestellt, dass es für beide Firmen erfolgversprechender ist, getrennte Wege zu gehen. Dipl.-Ing. Peter Funk (B&F Technik, Speyer) wird weiterhin für die luftfahrtechnischen Berechnungen, Lasttests und die Zertifizierung der sw51 Mustang verantwortlich zeichnen“, kommentiert Hans Schwöller, Geschäftsführer der ScaleWings Firmengruppe.

sw51

Die SW51 soll künftig dem UL-Segment entwachsen. Foto und Copyright: ScaleWings  

 

Mit dem umfangreichen Entwicklungs-Know-How und selbst entwickelten Fertigungstechnologien werde ScaleWings die Produktion und den Vertrieb der sw51 Mustang in Eigenregie realisieren. Dies sei auch deshalb notwendig,  weil die zukünftige Produkt- und Unternehmens­strategie auch auf CS-LSA-zertifizierte Produkte ausgerichtet ist und ScaleWings hierfür um einen konstruktions- und produktionszertifizierten Betrieb (DOA, POA) nicht herumkommen wird, heißt es weiter.

ScaleWings hat laut eigener Angabe im letzten Jahr viel Zeit und Mittel in die Optimierung der sw51 Mustang investiert. Die gesamte Produktionstechnologie sowie die Produktionsunterlagen und Fertigungstechniken seien von ScaleWings in Österreich entwickelt und fertiggestellt worden, sodass die Fertigung der Mustang kein Problem darstellen wird. Die für die Produktion erforderlichen personellen Ressourcen sind vorhanden und abrufbereit. Jetzt ist alles für eine rationelle Fertigung bereit.

„Wir arbeiten an der Finanzierung der eigenen Produktion und haben bereits erste Investorengespräche geführt. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierung bis April / Mai 2016 unter Dach und Fach ist und wir die ersten Kundenflugzeuge im Herbst 2016 ausliefern können.“ sagt Hans Schwöller.

Die sw51 Mustang wird in drei Versionen angeboten, als UL (MTOW 472,5 kg), als S-LSA für die USA (MTOW 600kg) und als Experimental (MTOW 850 kg). Weiterhin sei eine Version mit CS-LSA-Version (EASA, 600 kg MTOW) geplant. Die UL-Version wird laut ScaleWings mit den bekannten Rotax Motoren mit Leistungen von 100 und 115 PS angeboten.

Ambitioniert projektieren die Österreicher die Experimental-Version. Sie soll mit denselben Formen und Werkzeugen produziert werden wie die leichteren Versionen, allerdings würden die Schalenlaminate und die Strukturbauteile wesentlich stärker ausgeführt. Hier sind Antriebe mit Leistungen von 100 PS bis 550 PS angefangen von Rotax-Motoren über V6-Aggregate von Honda bis hin zu V8- und V12-Maschinen geplant. Damit die Kunden möglichst schnell zu Ihrer Experimental Mustang kommen, will ScaleWings ein individuelles Unterstützungskonzept für den Aufbau ihrer Experimental sw51 anbieten.

Der Basispreis der UL-Version bleibt bis Ende März 2016 unverändert bei 119.800 Euro, danach gilt ein Preis von EUR 124.800.



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