03.04.2015
Erschienen in: 04/ 2013 aerokurier

PAL-V One Der Carcopter

PAL-V One schlägt die Brücke zwischen Auto, Motorrad und Tragschrauber. Bis zur Serienreife ist es aber noch ein weiter Weg, denn viele Fragen sind unbeantwortet.

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Mal wieder ein fliegendes Auto! Unzählige Konstrukteure haben sich an dieser Idee bereits die Zähne ausgebissen, doch keines der vielen Projekte war von bleibendem Erfolg gekrönt. Nun gibt es einen weiteren Anlauf, diesmal aus Holland: Das 2001 gegründete Unternehmen PAL-V Europe hat mit PAL-V One einen Tragschrauber entwickelt, der mit seinen drei Rädern auf der Straße rasante Fahreigenschaften irgendwo zwischen Sportwagen und Motorrad bieten soll. Das Kürzel PAL-V steht für „Personal Air and Land Vehicle“.

Als der aerokurier das Werk in Raamsdonksveer besucht, drängt sich uns der Begriff „Carcopter“ auf – PAL-V One ist ein Gefährt, das halb Auto, halb Gyrokopter sein möchte. Eigene Fotos dürfen wir während unserer Stippvisite nicht schießen. Das Projekt steht unter einer gewissen Geheimhaltung, da viele Ideen noch nicht als Patent geschützt seien. Das derzeitige Gefährt mit der Kennung PH-PAV sei demnach als Prototyp zu verstehen, an dem es noch die eine oder andere Änderung geben werde.

Seit 2009 arbeitet das Team um Firmenchef Robert Dingemanse und Ingenieur Mike Stekelenburg an PAL-V One.  Die Idee dahinter ist eine neue Form persönlicher Mobilität. Staufrei sollen PAL-V-Piloten an ihr Ziel gelangen, am Boden oder eben in der Luft. Dazu haben sich die Konstrukteure an den europäischen und amerikanischen Vorschriften für leichte Hubschrauber und Straßenfahrzeuge orientiert.

Zwei wichtige Hürden auf dem weiten Weg zur Serienreife sind bereits genommen. PAL-V One fährt und ist Anfang 2012 zum Erstflug gestartet. Seither wurden am Fliegerhorst Gilze en Rijen mehrere Testflüge absolviert.


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