16.11.2014
aerokurier

Neufassung der LuftPersV Änderungen für UL-Piloten

Am 7. November hat der Bundesrat einer Neufassung der Verordnung über Luftfahrtpersonal (LuftPersV) zugestimmt. Sie beinhaltet einige Vereinfachungen für UL-Piloten.

Eurostar SL Air-to-Air

UL-Fliegen wird ein bisschen unbürokratischer. Foto und Copyright: Holland-Moritz  

 

Aus dem Vorhaben der Verbände DULV und DAeC, das UL-Fliegen ohne Medical zu ermöglichen, ist nichts geworden. Die Bundesländer Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern hatten den Vorstoß im Vorfeld der Bundesratssitzung abgelehnt. Dennoch bringt die überarbeitete Verordnung, die in Kürze in Kraft tritt, eine Medical-Erleichterung mit sich. Künftig genügt für UL-Piloten das vereinfachte LAPL-Tauglichkeitszeugnis. Wesentlicher Vorteil: Piloten über 50 Jahre müssen nur alle zwei Jahre zum Fliegerarzt, und nicht wie beim Klasse-2-Medial, jedes Jahr.

Zudem werden folgende Voraussetzungen für den Lizenzerwerb entfallen: Erklärung über laufende Strafverfahren, Führungszeugnis
, Auszug aus dem Verkehrszentralregister, Sofortmaßnahmen am Unfallort/Führerschein  

Ebenfalls neu ist, dass UL-Lizenzen künftig unbefristet erteilt werden. Eingetragene Berechtigungen müssen wie bisher erhalten und verlängert werden. 

Die theoretische Prüfung darf höchstens dreimal wiederholt werden, andernfalls ist keine weitere Ausbildung möglich. Zwischen theoretischer und praktischer Prüfung dürfen höchstens drei Jahre liegen. 

Hintergrund der Änderungen ist eine Anpassung von nationalem an europäisches Recht. Die neuen Regelungen treten in Kürze mit der amtlichen Veröffentlichung in Kraft. 

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Patrick Holland-Moritz


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