01.03.2016
aerokurier

Neuer Schub für die 120-kg-KlasseVerband für Segel- und Motorflieger

Vieles soll jetzt leichter gehen bei der Zulassung der super leichten Luftsportgeräte. Und der jetzt gegründete Deutsche Verband zur Förderung des Sports mit Leichten Luftsportgeräten (DVLL) vereint dazu die Segel- und Motorflieger der 120-kg-Klasse.

SD-1

Die tschechische SD-1 Minisport konnte wegen zu hoher Flächenbelastung nicht nach LTF-L zugelassen werden. Über die UL-Zulassung ist nun eine Eintragung als LL möglich, es muss nur das 120 kg-Limit eingehalten werden. Foto und Copyright: SD-Planes  

 

Heute gilt: Jedes Fluggerät, das eine europäische UL-Zulassung hat, kann den Status „Leichtes Luftsportgerät“ erhalten, wenn das Leergewicht 120 kg nicht überschreitet. Hintergrund ist: Mit der Novellierung der Prüfordnung für Luftfahrtgeräte (LuftGerPV § 11) hat der Gesetzgeber die 120-kg-Flugzeuge entwickelte Bauvorschrift LTF-L ausgehebelt.

Bei den Motorflugzeugen schafft das etlichen interessanten Konstruktionen Zugang zur 120-kg-Klasse, die vor allem wegen der in den LTF-L geforderten Flächenbelastung von maximal 25 kg/m2 zunächst außen vor bleiben mussten. Das Spektrum der als LL zulassungsfähigen Konstruktionen wird sich daher enorm bereichern und sehr viel attraktiver werden.

Die nun verbriefte Gültigkeit von europäischen UL-Zulassungen ist für die Segelflugzeuge allerdings keine Hilfe, da es im europäischen Ausland keine UL-Segelflugzeuge gibt. Aus dieser Sackgasse muss pragmatisch ein Ausweg gefunden werden. Das geht mit vereinten Kräften im DVLL sicherlich besser. Der DVLL entsteht aus den Verbänden DULSV (Deutscher Ultraleicht-Segelflug-Verband) und VMLL (Verband zur Förderung motorisierter Leichter Luftsportgeräte).

Auf der AERO wird der DVLL mit einem eigenen Bereich auf dem DAeC-Messestand Halle A 1 Stand 121 als übergreifendes Kompetenzzentrum für alle LL-Dreiachser präsent sein.

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Gerhard Marzinzik


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