24.09.2014
aerokurier

120-kg-Klasse Erster Uli V3 Rebell ausgeliefert

Weller Flugzeugbau hat den ersten Uli V3 Rebell in der Serienversion an einen Kunden ausgeliefert. Das 120-kg-UL wurde seit seiner Vorstellung auf der AERO im April 2013 gründlich überarbeitet.

Uli V3 Rebell Serienversion am Boden hi

Der erste Uli V3 Rebell ist jetzt in Kundenhand. Foto und Copyright: Weller Flugzeugbau/Anderson  

 

Gerade noch rechtzeitig schaffte es das Unternehmen aus Schwäbisch-Hall, zum Jahresende 2013 beim Luftsportgeräte-Büro die Musterprüfung nach LTF-L abzuschließen – seitdem gibt keine akkreditierte Prüfstelle mehr für ultraleichte Dreiachser der 120-kg-Klasse. Neue 120-kg-Geräte können derzeit nur über eine Zulassung im europäischen Ausland für den Betrieb in Deutschland anerkannt werden.

Angesichts des Zeitdrucks fehlte Roman Weller im vergangenen Jahr die Zeit, neben den geforderten Nachweisen für die Musterprüfung auch noch die vielen kleinen technischen und optischen “Randprobleme” zu lösen. Dies hat das Team des Leichtflugzeugbauers nun nachgeholt.

Vor wenigen Tagen wurde der erste Serien-Rebell an den Kunden ausgeliefert. Michael Anderson vom Verband zur Förderung motorisierter Leichter Lufstsportgeräte nahm das 120-kg-UL entgegen.

Optisch markanteste Änderung: Die neu gestaltete Cowling ist deutlich schlanker und schafft für den Viertakt-V-Motor von Briggs & Stratton eine verbesserte Kühlluft-Anströmung. Sie bietet auch genügend Raum für einen alternativ erhältlichen Hirth Zweizylinder-Zweitakt-Boxer, wenn ein Käufer mehr Leistung wünscht.

Im Zuge der Änderungen an der Cowling wurde auch der Cockpitbereich überarbeitet.  Großgewachsene können sich über 3,5 cm mehr Fußraum bis zu den Seitenruderpedalen freuen. Das Panel wird aus leichtem Composite-Material gefertigt und bietet als optionale Zusatzausstattung Platz für bis zu fünf 57-mm-Rundinstrumente.

Praktisch jedes Bauteil und jede Peripherie-Baugruppe hat Weller Flugzeugbau nochmals unter die Lupe genommen – bis hin zu selbst gefertigten, leichteren Scheibenrädchen für die Seilzüge. Es war eine große Herausforderung, die maximal 120 kg Leergewicht in der spartanisch ausgestatteten Serienversion einzuhalten.

Weitere Änderungen:

  • leichtere Hydraulik-Scheibenbremse mit Feststelleinrichtung am Knüppel.
  • Tankanzeige durch Schwimmer-Draht im Tankdeckel statt Schlauch auf dem Panel
  • neu konstruierter Container fürs Rettungssystem
  • verkleinerte Radschuhe als Option
  • auch an Kleinigkeiten wie einen Griff am Rumpfende zum Drehen des ULs wurde gedacht
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Michael Anderson/pat


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