20.04.2013
aerokurier

Erprobungsprogramm für UL-Helikopter startet

Die Überraschung ist perfekt: Kurz vor der AERO geben das Bundesverkehrsministerium, DULV und DAeC den Startschuss für ein Erprobungsprogramm für ultraleichte Helikopter. Zwei Jahre soll es dauern.

„Mit heutiger Post haben wir die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums zu einem UL-Helikopter-Erprobungsprogramm erhalten. Dieses Erprobungsprogramm wird zusammen mit dem DAeC durchgeführt und soll Erkenntnisse und Ergebnisse hinsichtlich Technik (Bauforderungen), Ausbildung (Richtlinien) und Flugbetrieb liefern“, teilt der DULV-Vorsitzende Jo Konrad mit. Sätze, die eine Sensation für die UL-Branche bedeuten könnten. Bisher war an den Betrieb ultraleichter Hubschrauber in Deutschland nicht zu denken.

Den rechtlichen Rahmen gibt wie so oft das europäische Recht vor. Annex II der EASA-Basic-Regulation 216 aus 2008 erlaubt den Betrieb von Helikoptern mit maximal 450 kg MTOW (472,5 kg mit Rettungssystem) unter nationaler Zuständigkeit. Bereits seit längerem macht Italien von dieser Möglichkeit Gebrauch. Frankreich hat sich 2012 ebenfalls entschieden, seinen Luftraum für UL-Helikopter zu öffnen.

Das Erprobungsprogramm in Deutschland sieht Jo Konrad „ergebnisoffen“. Es gebe noch keine Bauvorschriften, und auch die Frage der Lizenzen sei noch nicht geklärt. Ein gemeinsames Symposium mit Vertretern aus der UL- und aus der Helikopterbranche könne erste Lösungsansätze bringen.

Bisher gebe es einige Hersteller, die ihre Geräte in Deutschland zulassen möchten. Einer davon ist edm aerotec aus Geisleden mit dem Muster „Flip 2“. Auch der von 18 Elektromotoren angetriebene VC200 Volocopter von e-volo aus Karlsruhe könnte in die Kategorie der UL-Helikopter passen.



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