28.01.2010
aerokurier

Einführung der 120-kg-KlasseDie neue UL-Freiheit: 120-kg-Klasse ist da!

Im Bundesgesetzblatt wurde jetzt eine Änderung der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung veröffentlicht, die im Klartext die Einführung einer 120-kg-Klasse in Deutschland bedeutet.

ZJ-Viera

Die ZJ-Viera ist eine Vertreterin der in Deutschland neu eingeführten 120-kg-Klasse. / Foto: Holland-Moritz  

 

Demnach gelten ab sofort Erleichterungen für motorisierte, ultraleichte Dreiachser mit maximal 120 kg Leermasse inklusive Rettungssystem. Diese Flugzeuge unterliegen künftig nicht mehr der Musterzulassungspflicht. Stattdessen stellt eine vom Luftfahrt-Bundesamt noch zu ernennende Prüfstelle eine so genannte Musterprüfbescheinigung aus. Derart geprüfte Geräte dürfen dann ohne Kennzeichen und ohne Verkehrszulassung fliegen – allein eine Haftpflichtversicherung ist erforderlich. Wartung und Betrieb liegen in der Verantwortung von Hersteller und Halter. Nicht einmal Jahresprüfungen sind gesetzlich vorgeschrieben. Beschränkungen bei der maximalen Abflugmasse gibt es nicht, erlaubt sind ein- und doppelsitzige ULs. Als sicher gilt die Einführung einer Lizenz für dreiachsgesteuerte ULs bis 120 kg. Diese Lizenz wird zeitlich unbeschränkt und ohne Medical gültig sein. Zurzeit befinden sich beispielsweise die beiden tschechischen Einsitzer ZJ-Viera und Song, betreut von der Academy 4 Pilots aus Magdeburg, auf dem Weg zur Marktreife.




aerokurier 06/2018

aerokurier
06/2018
23.05.2018

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- PA-22 Pacer: Pipers frühe Shortwing
- Segelflug: 50 Jahre ASW 15
- Pilot Report: Niki Kallithea und Lightning
- Praxis: Mit dem UL zwischen Boeing und Airbus
- Luftrecht: Luftsportgeräte im gewerblichen Betrieb