28.11.2016
aerokurier

UL-HelikopterWeg frei zur Zulassung

Mit der Bundesratsentscheidung vom vergangenen Freitag rückt die Zulassung von Ultraleicht-Hubschraubern in greifbare Nähe. Bis zur AERO soll es laut DAeC-Luftsportgerätebüro so weit sein.

ae 04-2016 UL-Helikopter Coax

Der CoAX aus Thüringen ist eine der vielversprechenden Entwicklungen im Bereich der UL-Helis. Foto und Copyright: Toni Ganzmann  

 

Mehrheitlich wurde die "Verordnung zur Änderung luftrechtlicher Bestimmungen zur Berücksichtigung von aerodynamisch gesteuerten Ultraleichthubschraubern" beschlossen und damit die rechtliche Grundlage für die Zulassung der neuen Drehflügler geschaffen.

Seit langem hatten sich DAeC und DULV beim Bundesverkehrsministerium (BMVI) für ein Erprobungsprogeramm entsprechender Fluggeräte eingesetzt. Damit sollten Lufttüchtigkeitsanforderungen entwickelt sowie Bestimmungen für den Flugbetrieb und die Ausbildung entwickelt werden. Seit 2013 lief dieses Programm, und die Erfahrungen mündeten 2015 in einem Erprobungsbericht. Seit Juli 2016 schließlich läuft das entsprechende Gesetzgebungsverfahren, in dem Vereine, Behörden, Ministerien und andere Institutionen zu möglichen Gesetzeserweiterungen angehört wurden. Seit Februar waren DAeC und DULV mit dem LBA in der Feinabstimmung bezüglich der Lufttüchtigkeitsanforderungen.

"Der Kontakt war sehr intensiv, einmal Pro Woche gab es Kontakt zwischen den Zuständigen von Verbänden und LBA", sagte Frank Einführer, Leiter des Luftsportgerätebüros beim DAeC. Als nächstes müssten die abgestimmten Ordnungen noch einmal bei der EU ausgelegt werden, das dauere ungefähr drei Monate. "Schließlich steht eine Veröffentlichung in den NfL an, eine Durchführungsverordnung zur Prüfordnung muss her und dann sind Musterzulassungen möglich", so Einführer.

Zum Zeitrahmen äußerte sich der Fachmann vorsichtig optimistisch. "Im April ist die AERO, bis dahin sollten alle Voraussetzungen geschaffen sein." Auch was die technischen Rahmenbedingungen angeht, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Aktuell sehen die Eckpunkte maximal zwei Sitzplätze und eine maximale Abflugmasse von 450 Kilogramm vor. "Allerdings gibt es ja die Bestrebung, 600 Kilogramm bei ULs möglich zu machen. Und da es dabei ja auch darum geht, das Gewichtslimt-Wirrwarr in der Klasse zu beseitigen, wüsste ich nicht, warum Hubschrauber davon ausgenommen sein sollten."



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