07.04.2017
aerokurier

High-Performance-ULBlackshape BK 160: Erzengel aus Monopoli in Friedrichshafen gelandet

Das neue High-Performance-UL Blackshape Prime hatte bereits im vergangenen Jahr die Aufmerksamkeit der Messebesucher auf sich gezogen. In diesem Jahr enthüllten die Italiener nun die BK 160 Gabriél auf der AERO.

AERO 2017 Blackshape (01)

Wie bereits 2016 zog auch 2017 die Blackshape ein hohes Interesse der Messebesucher auf sich. Foto und Copyright: Frank Martini  

 

Erst kurz zuvor hatten die Flugzeugbauer die Zulassung als VLA für ihre neue Maschine erhalten, das Type Certificate wurde auf der Messe pünktlich zur feierlichen Neuvorstellung des Flugzeugs von der EASA überreicht.

AERO 2017 Blackshape (03)

Das Cockpit der BK 160 Gabriél. Foto und Copyright: Frank Martini  

 

Zwar erinnert das Gerät vom Design her deutlich an das bereits im Verkauf befindliche UL Prime, mit einer Spannweite von neun Metern (Prime: 7,94 m), einer Länge von knappen siebeneinhalb Metern (Prime: 7,17 m) und fünf Zentimetern mehr in der Höhe ist die Gabriél jedoch erkennbar größer als das Tandem-UL des Herstellers.

Angetrieben wird der italienische Erzengel von einem Lycoming IO 320 D1B mit 160 PS, der das Flugzeug auf eine Geschwindigkeit von 164 KTAS bringen soll. Die Startrollstrecke geben die Italiener mit 250 Metern an, über das 50-Fuß-Hindernis kommen noch einmal 110 Meter hinzu. Den Loadfactor der auch im Cockpit im Kampfjet-Design gehaltenen Gabriél gibt Blackshape mit +5/-2,5 G an, die maximale Flugdauer mit 3,2 Stunden.

Trotz der Zulassung in der 750-Kilo-Klasse und aller Sportlichkeit leidet der Erzengel, wie bereits die Prime, allerdings an seinen Problemen in der Fastenzeit – die Nutzlast geben die Italiener mit 220 kg an.

Video: Interview mit Blackshape-Mitgründer Angelo Petrosillo

AERO 2017 Blackshape (02)

Pünktlich zur AERO: Die Zulassung der BK 160 Gabriél. Foto und Copyright: Frank Martini  

 

Bei zwei Piloten mittlerer Größe mit ihrerseits gepflegten Bäuchlein scheint das nicht allzu üppig, jedenfalls nicht so, dass man vom bis zu 33 kg Ballast zugelassenen Gepäckfach vollen Gebrauch machen könnte.

Macht aber nix, denn wie die Prime verrät auch die Gabriél schon äußerlich, wie sie genutzt werden will: mal schnell mit kleinem Gepäck die innereuropäische Kurzstrecke bewältigen oder einfach ein bisschen am Himmel herumturnen.

Dieser Spaß in dem altehrwürdigen Erzengel aus modernem Karbon wird für das staunende Publikum von sofort an für einen Einstiegspreis von 281.000 Euro netto möglich. 



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