10.07.2018
aerokurier

Unfall in FinnlandAtol stürzt bei Testflug in den Wald

Der Prototyp des finnischen Amphibiums Atol 650 LSA ist bei einem Probeflug in einen Wald gestürzt. Die beiden Piloten überlebten, erlitten aber Verbrennungen. Die Unfallursache ist bereits bekannt.

Atol 650 LSA Amphibium

Nachdem sich die Haube im Flug geöffnet hatte, mussten die Piloten mit der Atol 650 LSA im Wald notlanden. Foto und Copyright: Atol Avion  

 

Bei einem Testflug im finnischen Rovaniemi ist der Prototyp des Amphibiums Atol 650 LSA, Kennung OH-XNA, verunglückt. Die Notlandung auf Baumwipfeln verlief nach Angaben des finnischen Herstellers Atol Avion glimpflich. Allerdings kam es in Folge des Unfalls zu einem Brand, bei dem die beiden Insassen Verbrennungen erlitten. Das Flugzeug verbrannte vollständig. „Die gute Nachricht ist, dass die beiden Testpiloten die Situation mit relativ kleinen Verbrennungen überlebt haben." Weiter heißt es auf der Atol-Website: "Die Zelle der Atol bewies ihre Stärke, denn beide Piloten konnten die Unfallstelle zu Fuß verlassen."

Als Grund für den Unfall gibt der Hersteller an, dass sich die nach hinten wegklappende Haube im Flug geöffnet habe. Sie bremste das noch steuerbare Flugzeug so stark, dass es trotz voller Leistung an Geschwindigkeit und Höhe verlor bis hin zur Notlandung. Der Grund für das Öffnen der Haube wird noch untersucht. Atol Avion wird mögliche Änderungen am Flugzeug untersuchen, um die Besatzung künftig noch besser zu schützen. Die Testflüge werden vorerst ausgesetzt, bis ein neues Flugzeug bereit steht. Die Arbeiten an der Zulassung möchte man dennoch wie geplant fortsetzen.

Die finnische Atol 650 LSA ist ein zweisitziges Amphibium mit 650 Kilogramm maximaler Abflugmasse, das in Holz-Compposite-Gemischtbauweise gefertigt wird. Als Antrieb kommt der Rotax 912 iS mit 74 kW (100 PS) zum Einsatz.



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