19.09.2014
aerokurier

120-kg-Klasse AeroLite 120: Flugerprobung abgeschlossen

Die AeroLite 120 hat die Flugerprobung erfolgreich absolviert. Der ultraleichte Einsitzer soll in Kürze die französische Musterzulassung als UL erhalten, um dann auf dieser Basis in der deutschen 120-kg-Klasse durchzustarten.

AeroLite 120 fliegt

Die amerikanische Aerolight 120 ist im Anflug auf Deutschland Foto und Copyright: Vierwerk GmbH  

 

Die Vierwerk GmbH als Importeur hat den Sommer 2014 erfolgreich genutzt, um die amerikanische AeroLite 120 fit für den europäischen Markt zu machen. Um den deutschen Vorschriften für Leichte Luftsportgeräte, LTF-L, gerecht zu werden, wurde der Rohr-Tuch-Einsitzer im Bereich des Seiten- und Höhenleitwerks verstärkt.

Ende Juni startete dann die Flugerprobung. Federführend waren dabei Ronny Schäfer aus Taucha sowie der Luft- und Raumfahrt-Ingenieur Tim-Peter Voß, der auch für die strukturellen Änderungen verantwortlich zeichnet. Beide Testpiloten stellen der AeroLite 120 nach Abschluss der Erprobung ein gutes Zeugnis aus.

Die gewonnen Erkenntnisse dienen nun als Basis für eine UL-Zulassung im benachbarten Frankreich. Da es in Deutschland keine akkreditierte Musterprüfstelle für die 120-kg-Klasse gibt, kann nur eine Zulassung im europäischen Ausland als Basis dienen, um die AeroLite 120 hierzulande wie ein Leichtes Luftsportgerät zu betreiben.

Das Rohr-Tuch-UL aus der Feder des Konstrukteurs Terry Raber hat sich in den USA seit 1996 unter dem Namen Aerolite 103 bewährt. Mindestens 150 Exemplare fliegen weltweit. 2012 hat Dennis Carley aus DeLand, Florida, die Produktion und Betreuung des Musters übernommen. In Deutschland soll es für rund 25.000 Euro erhältlich sein.

Die 120-kg-Klasse ermöglicht unbürokratisches Fliegen. Die Lizenz gilt lebenslang, ein Medical ist nicht erforderlich und auch beim Betrieb der Geräte gibt es Erleichterungen im Vergleich zu herkömmlichen ULs. Die Leermasse der Geräte darf 120 Kilogramm nicht überschreiten.

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Patrick Holland-Moritz


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