25.06.2014
aerokurier

120-kg-Klasse AeroLite 120 auf dem Weg zur Zulassung

Die AeroLite 120 ist auf gutem Weg, in Kürze als UL in der 120-kg-Klasse zu starten. Die Belastungstests sind bestanden, nächste Woche startet die Flugerprobung.

Der amerikanische Rohr-Tuch-Einsitzer wurde für den europäischen Markt im Bereich des Seiten- und Höhenleitwerks verstärkt. Im Zuge der Belastungstests zeigten sich an diesen Stellen strukturelle Schwächen, die Luft- und Raumfahrt-Ingenieur Tim-Peter Voß konstruktiv verbessert hat. Voß ist einer von mehreren Fachleuten, die Thilda und Wolfgang Labudde von der Vierwerk GmbH bei den Zulassungsarbeiten unterstützen.

Nachdem es in Deutschland keine akkreditierte Musterprüfstelle mehr gibt, muss die AeroLite 120 zunächst im europäischen Ausland zugelassen werden – dabei hat sich die Vierwerk GmbH für eine französische UL-Zulassung entschieden. Auf Basis dieser Zulassung darf die AeroLite 120 dann wie ein Leichtes Luftsportgerät in Deutschland starten. Gleichzeitig werden alle Tests gemäß den deutschen Vorschriften für Leichte Luftsportgeräte, LTF-L, durchgeführt. Am kommenden Montag startet die Flugerprobung des von einem Hirth-Zweitakter angetriebenen ULs.

Das Rohr-Tuch-UL aus der Feder des Konstrukteurs Terry Raber hat sich in den USA seit 1996 unter dem Namen Aerolite 103 bewährt. Mindestens 150 Exemplare fliegen weltweit. 2012 hat Dennis Carley aus DeLand, Florida, die Produktion und Betreuung des Musters übernommen. In Deutschland soll es für rund 25.000 Euro erhältlich sein.

Die 120-kg-Klasse ermöglicht unbürokratisches Fliegen. Die Lizenz gilt lebenslang, ein Medical ist nicht erforderlich und auch beim Betrieb der Geräte gibt es Erleichterungen im Vergleich zu herkömmlichen ULs. Die Leermasse der Geräte darf 120 Kilogramm nicht überschreiten.

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Patrick Holland-Moritz


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