07.04.2017
aerokurier

In Eisenach geht's weiterAERO 2017: Flight Design präsentiert neues LSA in Friedrichshafen

Dass der vor allem für seine ULs bekannte deutsche Flugzugbauer auch die Echo-Klasse kann, hat er bereits mit der CTLS-ELA bewiesen. Nun kommt ein neuer Tiefdecker hinzu.

AERO 2017 Flight Design (01)

Messestand von Flight Design. Foto und Copyright: Frank Martini  

 

Das KLA 100 getaufte Muster befindet sich seit dem 17. März in der Flugerprobung. Die EASA-Zulassung als LSA erwartet FD-Geschäftsführer Matthias Betsch bereits für das Ende dieses Jahres. Parallel läuft in Südkorea das Zertifizierungsverfahren als VLA mit 750 kg MTOW. Hintergrund ist ein Entwicklungsauftrag – das in Flugzeugbau und Zulassung unerfahrene Technologieunternehmen Vessel hatte die Entwicklung eines neuen zweisitzigen Tiefdeckers für den asiatischen Markt bei Flight Design in Auftrag gegeben. "Die Zusammenarbeit unserer Ingenieure mit ihren koreanischen Kollegen läuft hervorragend", freut sich Betsch über die flotte Entwicklung des neuen Flugzeugs.

Das wird er zukünftig vom neuen Flight Design Standort im thüringischen Eisenach aus vertreiben. Auch der Vertrieb der CTLS-ELA, der UL-Muster sowie aller Ersatzteile für den deutschen Markt wird künftig von der neuen Zentrale abgewickelt. Den Weltvertrieb haben die Eisenacher auf zehn ihrer loyalsten Stammhändler reduziert. Gebaut werden die ULs wie auch das neue LSA nach wie vor in der Ukraine, die anschließende Stückprüfung erfolgt am neuen Firmenstandort.

AERO 2017 Flight Design (02)

Flight Design LSA KLA 100. Foto und Copyright: Frank Martini  

 

Auch das gegenwärtig noch laufende Insolvenzverfahren sieht Geschäftsführer Betsch bald vor dem Abschluss. "Wir haben mit der Insolvenzverwaltung Mönning und Partner großes Glück gehabt und werden das Verfahren voraussichtlich Mitte dieses Jahres abschließen können – mit einer vergleichsweise hohen Quote für unsere Gläubiger", freut sich Betsch über den Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen und das in ihn gesetzte Vertrauen.

Das scheint auch durch das neue LSA KLA 100 gerechtfertigt. Angetrieben wird das Flugzeug von einem Rotax 912 iS, an dessen Getriebe künftig aus Gewichtsgründen ein Neuform-Propeller mit elektrischer Blattverstellung montiert werden soll – der Constant-Speed-Prop des in Friedrichshafen ausgestellten Prototypen verfügt noch über einen Govenor. Das Flugzeug mit einer Spannweite von 10,31 Metern zeichnet sich durch ein äußerst geräumiges Cockpit mit einer Breite von mehr als 1,2 Metern aus. Der Cockpitboden ist als Pyramide ausgeformt, so dass ein Vorziehen der verstellbaren Sitze diese gleichzeitig in der Höhe verstellt. So haben selbst kleine Piloten durch die erhöhte Sitzposition eine hervorragende Rundumsicht und auch Zwei-Meter-Riesen finden bequem Platz. Die Reisegeschwindigkeit gibt Flight Design mit 132 KIAS an, die Nutzlast wird um die 230 kg liegen. Bei vollen Tanks – immerhin 130 Liter finden Platz – ergibt sich eine Reichweite von 722 nautischen Meilen.

Der Kaufpreis wird bei 175.000 €uro netto liegen, für den das Flugzeug mit einer exzellenten Cockpitausstattung geliefert wird. Im Panel vor den Ledersitzen wird in der Basisausstattung ein Gamin G3X-Glascockpit montiert, das von einem GTN 650 und dem GTX 335 Transponder mit ADS-B out ergänzt wird. Auf Kundenwunsch kommt noch ein Garmin-Autopilot mit Höhenhaltung hinzu. Im Preis des Zweisitzers inkludiert ist außerdem das Gesamtrettungssystem Stratos Magnum 601.

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