18.06.2014
aerokurier

25 Jahre Mauerfall Ein Jubiläum auch für UL-Piloten

Mit der Grenzöffnung zwischen Ost und West wurde vor einem Vierteljahrhundert das Ende der DDR eingeläutet. Dies ist bekannt und in diesem Jahr Anlass für manche Gedenkveranstaltung. Dass die DDR aber noch kurz vor ihrem Ende im Sommer 1989 überraschend das Drachen-, Gleitschirm- und Ultraleichtfliegen erlaubte, wissen nur wenige.

25 Jahre Mauerfall Siegfried Stolle UL-Windenschlepp Friedersdorf bei Berlin

Siegfried Stolle im Windenschlepp auf dem Flugplatz Friedersdorf bei Berlin. Foto und Copyright: Archiv Claus Gerhard  

 

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Dabei hatte es im Herbst 1974, als das Drachenfliegen weltweit zum Trendsport avancierte, zunächst günstig für die Zulassung ausgesehen. Der Aeroclub der DDR wollte damals mit Unterstützung aus Polen sogar einen eigenen Drachen bauen und testen. Weil es aber schon bald motorisierte Geräte gab, fürchtete vor allem die Stasi die neuen Fluchtmöglichkeiten auf dem Luftweg und sorgte dafür, dass 1980 das Herstellen und Fliegen mit Hängegleitern verboten wurde – eine weltweit einmalige Maßnahme.

Kurioserweise war es zehn Jahre später wiederum die Stasi, die nun die Freigabe des Drachenfliegens befürwortete. An der grundsätzlichen Einschätzung als Fluchtmöglichkeit hatte sich zwar nichts geändert, aber weil man den Sport in allen sozialistischen Ländern betrieb und sogar förderte, fühlte sich das Ministerium nicht in der Lage, die wenigen DDR-Piloten, die im Ausland flogen, effektiv zu kontrollieren. Zudem scheute die Stasi den internationalen Imageverlust bei der Verfolgung und Kriminalisierung ihrer Luftsportler.


WEITER ZU SEITE 2: Flugverbot wurde im August 1989 gekippt

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Claus Gerhard/pat


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