12.08.2015
aerokurier

Sport und Politik in den deutschen StaatenDie Entwicklung des Segelflugs nach dem Krieg

Wie hat sich der Segelflug in den beiden deutschen Staaten nach dem Krieg unter dem unterschiedlichen Einfluss der Politik entwickelt? Dieser Frage ist Horst Ortmann in seiner Doktorarbeit nachgegangen. Unter dem Titel „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…“ gibt es sie jetzt als 400 Seiten starkes Taschenbuch.

Ortmann Buchtitel

Auf 400 Seiten vergleicht Horst Ortmann die Entwicklung des Segelflugs in der DDR und der alten Bundesrepublik. Foto und Copyright: Gerhard Marzinzik  

 

Horst Ortmann, Motorflug- und Segelfluglehrer, ging die Arbeit nach seiner Pensionierung als Gymnasiallehrer an und widmete sich im Kern den Fragen:

Welche Bedeutungsvielfalt hatten die Begriffe von Sport und Politik in DDR und in der alten Bundesrepublik?
Welche wechselseitigen Beziehungen wiesen sie auf?
Welchen Stellenwert hatte in diesem Beziehungsgeflecht der Segelflug?
Welche Rahmenbedingungen galten für den Flugsport?
ln welcher Weise regulierten die Alliierten in Ost und West den Flugsport vor und nach seiner Wiederzulassung im Jahre 1951?
Wie wurde der Segelflugsport gesetzlich geregelt?
Welche sportlichen Möglichkeiten boten die Lufträume für den Segelflugsport?
Wie wurde der Flugsport organisiert?
Welche Rolle spielte die internationale Einbindung des Segelflugsports?
Welche Bedeutung hatten die Flugschulen?
Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gab es in der Segelflugausbildung?
Welche Beziehungen gab es zwischen Wissenschaft und Segelflugsport?
In welcher Weise wurde der Flugsport von Seiten des Staates dargestellt?

Wie wirkte das Ministerium für Staatssicherbeit der DDR auf den Flugsport ein?
Welche Unterschiede gab es bei den Flugplätzen in beiden deutschen Staaten?
Konnten die Segelflugzeugtypen der DDR mit denen in der BundesrepubIik Schritt halten?
In welcher Weise wurde die Jugend für den Segelflugsport gewonnen?
Welche Bedeutung hatten Wettkämpfe bzw. Meisterschaften im Segelflugsport?
Bildet der Segelflugsport eine Basis für Volkerverständigung und Frieden?
Wurden Segelflieger gczielt militarisch ausgebildet?
Wie wurden Grenzverletzungen der deutsch-deutschen Grenze gemaßregelt?
Welcbe staatlichen Reaktionen riefen Unfälle mit Segelflugzeugen hervor?
Welche Bedeutung hatten Medien für den Segelflugsport?
Haben Flugsportler in Ost und West zur deutschen Einigung am 3. Oktber 1990 beigetragen?
Wie hat sich der Segelflugsport seit der Einigung in Deutschland entwickelt?
Können Zeitzeugen das Verhältnis zwischen Sport und Po itik am Beispiel des Segelflugs klären helfen?
Welche Aussagekraft haben schriftliche und mündliche Befragungen von Zeitzeugen in Sachen Segelflugsport?
Die vergleichende Arbeitsweise von Ortmann hinsichtlich des Segelflugsports in der DDR und der alten Bundesrepublik bezieht sich dabei nicht nur auf die politischen, sondern auch auf die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Aspekte beider deutschen Staaten.

Die Auswertung von Materialien der Bundesarchive in Berlin und Koblenz, sehr vieler Schriftstücke des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Deutschen Demokratischen Republik und von Gesprächen mit Zeitzeugen ergab, dass der deutsch-deutsche Segelflugsport Piloten zusammenführte und seinen Beitrag zur deutschen Einigung am 3. Oktober 1990 geleistet hat

Das Werk von Horst Ortmann mit dem Titel „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein… - Sport und Politik in der DDR und der BRD am Beispiel des Segelflugs . Ein Vergleich“ erscheint im Wissenschaftlichen Verlag Berlin für 56 Euro. ISBN 978-3-86573-860-8.

Mehr zum Thema:
Gerhard Marzinzik


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