17.03.2014
aerokurier

Risiko AußenlandungAbsturz aus der letzten Kurve

Im Mittelgebirge sind Außenlandungen eine Herausforderung. Nur eine frühe Entscheidung schafft den Spielraum, Unvorhergesehenes zu meistern. Sonst kommt in der Endanflugkurve zu viel zusammen.

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Vor Erreichen des Landefeldes stürzte die Libelle in die Baumhecke. Foto: BFU  

 

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Der Libelle-Pilot, der am 5. August 2012 bei Reifferscheid in der Eifel zur Außenlandung angesetzt hatte, scheiterte in der Kurve zum Außenlandefeld. Der Pilot startete auf dem Segelfluggelände Wershofen im Windenstart. Sein Flugweg konnte später anhand der GPS-Aufzeichnungen im Kollisionswarngerät FLARM nachverfolgt werden.

Die Eifel befand sich an dem Augusttag unter Hochdruckeinfluss. Es gab Cumuli, die Sicht war gut und der Wind wehte schwach aus Südwesten.

In der Nähe der Ortschaft Reifferscheid zeigt die Flugwegaufzeichnung eine Reihe von Kreisen, aber keinen Höhengewinn. Der Pilot meldete sich zu diesem Zeitpunkt per Funk beim Startflugplatz und teilte mit, dass er Wershofen wohl nicht mehr erreichen würde. Er gab an, dass er sich auf eine Außenlandung vorbereite und seine Flughöhe noch 150 Meter betrage.

Wenig später, nach insgesamt 54 Minuten Flug, prallte die Libelle südwestlich des Ortes auf eine Grünlandfläche. Zuvor hatte sie den Kronenbereich einer rund 13 Meter hohen Fichte einer Baumhecke gestreift. Der Pilot wurde beim Aufprall tödlich verletzt und das Segelflugzeug zerstört.


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BFU/Gerhard Marzinzik


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