18.08.2017
aerokurier

Erfolgsstory250. Arcus ausgeliefert

Der Kirchheimer Segelflugzeugbauer Schempp-Hirth hat den 250. Arcus ausgeliefert. Auch der Duo Discus hat jüngst eine Rekordmarke übersprungen: 700 Stück fliegen heute in aller Welt.

Schempp-Hirth Arcus

Foto und Copyright: Bernd Weber  

 

"Der Arcus ist einfach ein unglaublich beliebtes Flugzeug", kommentierte Tilo Holighaus, Geschäftsführer von Schempp-Hirth, den eigenen Erfolg. Und die Nachfrage sei auch acht Jahre nach dem Erstflug 2009 ungebrochen. "Das liegt meiner Meinung nach nicht nur am ausgezeichneten Handling, sondern auch am extrem breit gefächerten Einsatzspektrum des Arcus", so Holighaus. Egal ob Langstreckenflüge in Afrika, Rekordjagd in Südamerika oder Bundeliga-Fliegen in Deutschland - mit dem Wölbklappen-DoSi sei man immer gut unterwegs. "Wir erfahren von unseren Kunden, dass viele Arcen zwei Saisons im Jahr fliegen. Im Sommer sind sie hier in Europa stationiert, für den Winter geht es im Container nach Afrika." Inzwischen seien rund zwei Drittel der georderten Flugzeuge Eigenstarter, viele würden in Haltergemeinschaften geflogen. "Gestandene Segelflieger, die bereits einen Einsitzer haben, gönnen sich gemeinsam noch einen Doppelsitzer für Flugerlebnisse im Team", so Holighaus.

Den Erfolg des Arcus hat der zweite noch in Produktion stehende Doppelsitzer aus dem Hause Schempp-Hirth schon fast dreifach eingefahren. Jüngst meldete das Unternehmen die Auslieferung des 700. Duo Discus. 1993 ging der Duo, ein 20-Meter-Doppelsitzer mit starrem Flügelprofil, erstmals in die Luft. Seitdem hat das Flugzeug eine erhebliche Evolution durchlaufen. Dem reinen Segler folgte zunächst der Turbo, 2007 die Version X, die sich durch mit den Störklappen gekoppelte Landeklappen deutlich einfacher landen ließ. Weiterhin bekam der X Winglets von Mark Maughmer. Nur zwei Jahre später kam die Version XL mit um 10 Zentimeter längerem Rumpf - und entsprechend mehr Platz im Cockpit - sowie nochmals verändertem Bremsklappensystem, mit dem sich der nun maximal 750 Kilogramm schwere Doppelsitzer auch von weniger erfahrenen Piloten völlig problemlos landen ließ. "Der Erfolg des Duo freut mich besonders, weil es das letzte Flugzeug ist, an dem mein Vater Klaus noch beteiligt war", sagte Tilo Holighaus. "Er prognostizierte damals, dass man von diesem Muster 500 Flugzeuge verkaufen könnte. Das haben wir nun deutlich übertroffen."

"Übrigens", schob Holighaus im Gespräch mit dem aerokurier noch hinterher, "geht auch in der 18-Meter-Klasse mit starrem Profil noch etwas, denn beim Discus 2c ist inzwischen auch der 200. Flieger verkauft worden." Eine Zahl, die angesichts des unkomplizierten Heimbringer-Systems FES sicher noch steigen dürfte.




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