08.08.2015
aerokurier

Der Weg zur UL-LizenzUltraleichtflugzeug - der Weg zur Lizenz

Äußerlich sind Ultraleichtflugzeuge an dem "M" oder Mike in ihrer Registrierung erkennbar. Die Luftsportgeräte sind heute vielseitig und leistungsfähig. Eine entsprechende Lizenz ist leicht zu erwerben. Doch was ist eigentlich ein "Ultraleichtflugzeug"?

Der Name ist Programm: ULs – so die allgemein anerkannte Abkürzung – sind im wahrsten Sinne des Wortes „ultraleichte“ Flugzeuge mit einer maximalen Abflugmasse von 472,5 Kilogramm. Dabei ist der Begriff „Flugzeug“ streng genommen fehl am Platz, denn ein UL gilt vor dem Gesetz als Luftsportgerät.

Bei vielen internationalen Regelungen sind die ULs außen vor, stattdessen verwalten die europäischen Staaten ihre UL-Klassen in nationaler Verantwortung selbst. Doch keine Panik, die Lizenzen werden über bilaterale Abkommen in den meisten Fällen international anerkannt, so dass auch UL-Piloten grenzüberschreitend fliegen dürfen.

In Deutschland sind die Verbände DULV (Deutscher Ultraleichtflugverband) und der DAeC (Deutscher Aero Club) mit der Verwaltung der UL-Klasse beauftragt. Diese so genannten Beauftragten erteilen Zulassungen, Lizenzen und wachen über die Ausbildung.

Keine andere Flugzeugklasse ist so vielseitig aufgestellt wie die UL-Kategorie. Angefangen bei einfachsten Fluggeräten wie etwa (motorisierte) Gleitschirme reicht die Spanne über ultraleichte Segelflugzeuge bis hin zu hochmodernen Flugzeugen in Faserverbundbauweise, die mit mehr als 200 km/h Reisegeschwindigkeit Distanzen von 1000 Kilometer und mehr ohne Tankstopp überbrücken können.

Da dreiachsgesteuerte (oder: aerodynamisch gesteuerte) ULs optisch kaum von „echten Motorflugzeugen“ zu unterscheiden sind, erkennen Insider sie an ihrer Kennung: Das markante D-M (sprich: „Delta-Mike“) gefolgt von drei weiteren Buchstaben ist in Deutschland der Inbegriff für eine fliegerische Erfolgsgeschichte, die ihres Gleichen sucht.

Aus einer Bewegung wagemutiger Rebellen, die irgendwann Anfang der Achtziger Jahre unter dem Einsatz von Leib und Leben die neue Klasse „erfunden“ haben, ist heute ein vollwertiger Industriezweig mit hohen Fertigungs- und Sicherheitsstandards innerhalb der Allgemeinen Luftfahrt geworden. Mehr als 17000 Piloten verfügen derzeit über eine Lizenz für dreiachsgesteuerte Ultraleichtflugzeuge.


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