20.07.2015
Erschienen in: 10/ 2014 aerokurier

Tipps für Trips: WilhelmshavenNah am Wasser gebaut

„Schlicktown“ wird Wilhelmshaven oft genannt. Doch der leichte Spott wird der Stadt am Jadebusen nicht gerecht. Mit ihrem stadtnahen Flugplatz ist sie ideal für den Kurztrip.

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Mariensiel ist nicht mehr. Wilhelmshavens Einfallstor für fliegende Zeitgenossen heißt heute JadeWeser-Airport. Ein etwas hochtrabender Name vielleicht für den gut ausgebauten Verkehrslandeplatz, doch mit mehr oder weniger marketingstrategischem Hintersinn dem neuen JadeWeserPort angelehnt. Dass Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen noch die Schiffe fehlen, ist eine Sache. Dass Wilhelmshaven trotzdem für Piloten ein prima Flugziel für einen Erlebnistrip mit maritimem Einschlag ist, eine andere.

Auf kleinem Raum bietet die Stadt am Jadebusen viel, mehr als mancher erwartet. Wer will, kann seinen Ausflug in den Norden zu einem regelrechten Bildungsurlaub machen. Nur etwa 15 Fahrradminuten sind es vom JadeWeserAirport ins touristische Leben. Und das spielt sich vor allem am Südstrand mit seiner langen Promenade ab. Hier reihen sich Hotels, Restaurants verschiedener Preisklassen und Sehenswürdigkeiten aneinander. Alles dreht sich um die See, den Hafen und die eng mit der Marine verwobene Geschichte der Stadt. Wilhelmshaven ist jung, wurde erst 1869 wegen seiner einzigartigen Lage von König Wilhelm I. von Preußen als Marinegarnison gegründet und ist bis heute der größte deutsche Marinestützpunkt.

Wer genau hinschaut, entdeckt auf der Tour zum Südstrand auf dem sogenannten Fliegerdeich noch Reste der ab 1913 hier gebauten Seefliegerstation. Das ehemalige Kasino und ein weiteres Gebäude stehen noch. Eine Schautafel erzählt die Geschichte der Seefliegerstation bis 1945. Die Seeflieger waren übrigens die ersten Luftfahrer in Wilhelmshaven, der Flugplatz folgte erst 1927.

Nur ein paar Pedaltritte weiter beginnt die Südstrandpromenade. Lohnenswerte erste Station: das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum. Eigentlich ein Muss für Wilhelmshaven-Neulinge. Auf mehreren Etagen werden die Besucher hier in diesen einzigartigen Lebensraum hineingezogen, der die gesamte Nordseeküste prägt. Viele interaktive Stationen bringen so manches Aha-Erlebnis zu Tier- und Pflanzenwelt, Fischerei und vielem mehr. Dabei kommen auch Kinder auf ihre Kosten. Ein Highlight ist das Skelett eines 14 Meter langen Pottwals, der vor zehn Jahren vor Baltrum gestrandet war. Sogar ein
kompletter und nun begehbarer Krabbenkutter wurde in die Ausstellung integriert.


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