21.07.2014
aerokurier

Sieben Weltrekorde mit dem e-GeniusMit dem Elektromotorsegler durch die Alpen

Gleich sieben Weltrekorde gelangen Klaus Ohlmann Mitte Juli mit dem Elektromotorsegler E-Genius der TU Stuttgart von seinem Segelflugzentrum Serres in den französischen Alpen.

e-Genius

Der e-Genius der TU Stuttgart ist ein praxistauglicher Elektro-Motorsegler geworden. Foto: ae-Dokumentation  

 

Die hervorragenden Bedingen am 15. und 19. Juli münzte Klaus Ohlmann mit seiner außerordentlichen Erfahrung als Rekordsegelflieger in eine ganze Folge von Bestleistungen für Elektroflugzeuge um. Und diese Leistungen müssen andere erst einmal überbieten:

- Geschwindigkeit über die 100-km-Ziel-Rückkehrstrecke 178,1 km/h
- Geschwindigkeit über die 500-km-Ziel-Rückkehrsstrecken 93,03 km/h
- Größte Strecken: 504 km
- absolute Höhe: 6376 m
- Steigzeit auf 6000 m: 1:53 h
- Größte Flughöhe (für mehr als 0 s): 6350 m
- Größte Geschwindigkeit über eine gerade Strecken von 15 km: 229,7 km/h

Mit dem e-Genius ist Professor Rudolf Voit-Nitschmann und seinem Team an der Uni Stutt-gart ein alltagstauglicher Elektromotorsegler gelungen. Mit einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 160 km/h können Distanzen sicher bis zu 400 Kilometer nonstop zurückgelegt werden. Erst dann muss wieder Strom nachgetankt werden.

Multidisziplinär optimiert, bringt die Konfiguration des e-Genius im Vergleich zu einem Kolbenmotorflugzeug eine Verbesserung der Gesamtantriebseffizienz um rund 25 Prozent. Beim Kolbenmotor beträgt der Wirkungsgrad gerade einmal 25 Prozent bei rund 1,4 PS pro Kilogramm Motormasse, der Elektromotor wartet dagegen mit einem Wirkungsgrad von 95 Prozent auf bei rund 3,2 PS pro Kilogramm.

Das Akkusystem des e-Genius besteht aus vier In den Akku-Packs sind je 13 Zellen parallel geschaltet zu einem Zellenpaket zusammengefasst. Je neun dieser Pakete ergeben in Reihenschaltung einen Zellenstrang, und zwölf solcher Stränge stecken in einem Akkukoffer. Die Gesamtkapazität dieses 280-kg-Pakets beträgt 56 kWh.

Mehr zum Thema:
Gerhard Marzinzik


Weitere interessante Inhalte
Elektroflugzeug verunglückt in Ungarn Zwei Tote bei Absturz einer Magnus eFusion

01.06.2018 - Beim Absturz einer Magnus eFusion sind am Donnerstagmorgen in Ungarn beide Insassen ums Leben gekommen. … weiter

AERO 2018: Elektroflug Magnus gibt Preise für die e-Fusion bekannt

19.04.2018 - Der ungarische Flugzeughersteller Magnus hat die Preise für die elektrisch betriebene Fusion bekannt gegeben. Die ersten fünf Flugzeuge aus der Kooperation mit Siemens sollen noch in diesem Jahr … weiter

AERO 2018: RS.aero elfin Erstflug Ende des Jahres

19.04.2018 - Reiner Stemme hat sich mit seiner neuen Firma RS.aero erneut dem Bau eines hocheffizienten Motorseglers verschrieben. Ende des Jahres soll die elfin als proof-of-concept erstmals abheben. … weiter

Der Laden für Segelflieger Ülis Segelflugbedarf

01.03.2018 - Wenn Tape fehlt, eine Düse kaputt geht oder das FLARM spinnt, wählen tausende Segelflieger die Nummer von Sylvia Böhnisch. 25 Jahre ist die Familie Böhnisch/Stampke mit ihrem Luftfahrtshop dabei – ein … weiter

Fliegerparadies am Fuße des Grimming Alpenflugzentrum Niederöblarn

28.02.2018 - Das Alpenflugzentrum Niederöblarn bietet alles, was Segelflieger sich wünschen: einen gut organisierten Flugbetrieb, große Hallen und – je nach Jahreszeit – satte Thermik oder solide Wellen. Das … weiter


aerokurier 06/2018

aerokurier
06/2018
23.05.2018

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- PA-22 Pacer: Pipers frühe Shortwing
- Segelflug: 50 Jahre ASW 15
- Pilot Report: Niki Kallithea und Lightning
- Praxis: Mit dem UL zwischen Boeing und Airbus
- Luftrecht: Luftsportgeräte im gewerblichen Betrieb