28.12.2017
aerokurier

EASA-Zertifikat für den Turbo-EinspritzerRotax 915 iS ist jetzt zugelassen

Kurz vor Weihnachten hat BRP-Rotax die EASA-Zulassung für den neuen Turbo-Einspritzer Rotax 915 iS erhalten.

Rotax 915 iS Zulassung

Überraschung kurz vor Weihnachten: Das Rotax-Team freut sich über die Zulassung des Rotax 915 iS. Foto und Copyright: BRP  

 

Die europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat im Dezember ihren Segen für den Rotax 915 iSc3 A erteilt. Der Motorenhersteller BRP mit Sitz im österreichischen Gunskirchen hat den Turbomotor mit elektronischer Einspritzung im Sommer 2015 auf dem EAA AirVenture in Oshkosh vorgestellt. Anvisiert war ursprünglich eine Leistung von 99 kW (135 PS) – ein Ziel, das übertroffen wurde. Der Motor leistet in der Serienversion 104 kW (141 PS) maximale Leistung und bringt es auf 99 kW (135 PS) Dauerleistung.

Thomas Uhr, General Manager BRP-Rotax, Vice President Powertrain BRP and R&D / Operations Lynx: „Das EASA Type Certificate (TC) ermöglicht es BRP-Rotax, den zertifizierten 915 iSc3 A Flugmotor für den europäischen Markt zu produzieren und damit den Wunsch der Kunden nach einem leistungsstärkeren Rotax Flugmotor mit bewährter Zuverlässigkeit zu erfüllen. Die Zertifizierung wurde nicht nur innerhalb des versprochenen Zeitplans erreicht, sondern der Motor wurde mit noch höherer Leistung als ursprünglich angekündigt zertifiziert.“ 

Rotax 915 iS

Der Turbo-Einspritzer Rotax 915 iS eignet sich als Antrieb für Einmots und Tragschrauber. Foto und Copyright: BRP  

 

Dank des Turboladers steht die volle Leistung des Rotax 915 iSc3 A in Höhen bis maximal 15000 ft bereit. Der Motor soll in Einmots mit bis zu vier Sitzplätzen sowie in Tragschraubern zum Einsatz kommen. Der Vierzylinder-Boxermotor basiert auf der Rotax-912/914-Reihe. Nach Angaben von BRP haben sich aktuell zwölf Flugzeughersteller – darunter Tecnam, BRM Aero, NIKI Rotor Aviation, BlackWing und Zlin Aviation – für den Einsatz des 915ers entschieden. Weitere Hersteller testen den Motor.

Das nächste Ziel ist die Zertifizierung durch die US-amerikanische Lustfahrtbehörde FAA. Weitere Länder sollen folgen.




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