16.11.2018
aerokurier

Pilot Report Magnus Fusion und eFusionMit Benzin oder Strom?

Mit seiner Fusion-Familie hat das junge ungarische Unternehmen Magnus einen fulminanten Start hingelegt. Der aerokurier konnte als erstes Magazin weltweit beide Modelle im Vergleich fliegen.

Magnus Fusion eFusion

Die eFusion im Vordergrund ist eine elektrisch angetrieben Variante der Magsnus Fusion. Foto: Frank Martini  

 

Als István Faragó den „Gashebel“ etwas nach vorn schiebt, ruckelt es kurz, danach höre ich unter meinem Headset kaum mehr als ein gespenstisches Surren. István regelt die Drehzahl auf etwa 1000 rpm ein und drückt den Knopf rechts unten auf dem Siemens-Instrument: „So, jetzt kannste den Throttle bis zum Anschlag zurückziehen.“ Das mache ich, aber der Prop dreht mit gleicher Drehzahl weiter. Ohne Druck auf den besagten Knopf würde er jetzt einfach zum Stehen kommen. No Mixture, Magnetos or Fuel Pump – Anlassen und Abschalten sind beim Siemens-Antrieb der Magnus eFusion ein vergleichsweise simples Prozedere. Die sechs grünen Säulen auf dem Schirm des zentral angeordneten Instruments informieren den Piloten wie in einem Balkendiagramm über den Ladezustand der Akkus, die eingestellte Leistung in Kilowatt, die unterste Spannung aller Zellen, Ampere sowie die Temperaturen des Radialflussmotors und seiner Akkus vor uns. Die Ladestandsanzeige steht bei 92 Prozent.

Als ich den Hebel etwas nach vorn schiebe und die Fußspitzen von den Bremsen nehme, rollen wir los. Links über dem Balkendiagramm stehen nun 1200 Umdrehungen, rechts beginnt eine Uhr zu laufen. Wir rollen auf die Piste 16 in Pécs-Pogány (LHPP), dem neuen Magnus-Standort. Jetzt kommt der Hebel wie gewohnt bis zum Anschlag nach vorn, und los geht’s. Die Leistung reißt mich zwar nicht aus dem Sitz, ist aber sofort da! Nach vielleicht 100 Metern liegen bereits 40 KIAS an, bei 55 sind wir an diesem heißen südungarischen Vormittag vom Boden weg.

Ich halte die empfohlene Steiggeschwindigkeit von 70 bis 75 KIAS zunächst ein, aber die gewohnte Steigrate bleibt aus. Erst auf etwas mehr Zug, der die Fahrt bis auf 65 KIAS absinken lässt, pendelt sich das Vario bei knappen 400 ft/min ein – das geht doch. „Ist der Prop“, erklärt István. Der starre Dreiblatt-Duc-Helix sei kein Vergleich zur Leistung des Verstellprops vor dem Rotax in der Fusion 212, meint er. Obschon die eFusion mit dem Experimental-Rufzeichen HA-XEF bis auf den Antrieb mit der HA-XCN identisch ist, soll ich bloß nicht herumturnen...

 

Den kompletten Pilot Report, in dem unser Autor auch die Benzin-Fusion fliegt und beide Antriebssystem miteinander vergleicht, gibt es im aerokurier 11/2018, der noch bis zum 20. November am Kiosk liegt und darüber hinaus im Motor Presse Shop zur Nachbestellung und als Digitalausgabe erhältlich ist.




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