16.04.2015
aerokurier

Flight Design meldet ErstflugDie C4 geht auf Kurs

Der Erstflug des Viersitzers C4 am 9. April war erfolgreich. Fliegerisch wurden alle Erwartungen erfüllt.

Flight Design C4 Prototyp AERO 2015

Der Prototyp Flight Design C4 auf der AERO 2015. Foto und Copyright: Herzog  

 

Der 9. April 2015 wird als historischer Tag in die Firmengeschichte von Flight Design eingehen. Am Flugplatz Kamenz startete Testpilot Damien Hischier bei bestem Wetter zum Erstflug mit dem Viersitzer C4. Während der 55 Minuten in der Luft wurden wesentliche Parameter erfolgen: Schräglagen bis 30 Grad, Geschwindigkeiten jenseits der 100 Knoten und erste Versuche im Langsamflug. Am Ende des Tages stand die Erkenntnis, dass die C4 alle Erwartungen erfüllt. Die Stabilität sei gut, das Start- und Landeverhalten erfreulich einfach und die beim Erstflug gezeigten Leistungen haben es der begleitenden Cessna 172 schwer gemacht zu folgen. In den nächsten Wochen sollen weitere Flugtests mit exakter Vermessung aller Parameter folgen. 

Auf der AERO ist die C4 erstmals komplett zu sehen. Zwar ist der Blick in den Innenraum (noch) tabu, doch zumindest von der äußeren Form können sich die Messebesucher einen ersten Eindruck verschaffen. Diese erinnert an den Doppelsitzer CT. Abstriche müssen derzeit noch in der Fertigungsqualität gemacht werden. Der Prototyp der C4 ist eben durch und durch ein Prototyp. 

Bei der C4 setzt Flight Design auf aktuelle Technik. Garmin steuert das Avionikpaket G3X Touch bei. Ein Gesamtrettungssystem und eine Sicherheitszelle gehören zur Serie. Ein beauftrages Design-Studio steuert die Entwürfe für den Innenraum bei. Der kürzlich erst zugelassene Sechszylinder IO-360-AF kann bleifreien Sprit konsumieren. Für die weitere Zukunft soll ein Dieseltriebwerk ebenfalls aus dem Hause Continental bereit stehen. 

Mit seinem ersten Viersitzer unterstreicht der deutsche Hersteller seine internationale Aufstellung. Das Unternehmen aus Kamenz verwendet viele Komponenten aus den USA (etwa Avionik und Motor) und baut derzeit eine Produktion in China auf. Parallel soll weiterhin in der krisengeschüttelten Ukraine produziert werden. Diese internationale Orientierung hat den Vorteil, dass Währungsschwankungen elegant geglättet werden: Der Preis liegt bei 220.000 Euro plus Steuer. Auf der AERO 2016 soll die VFR-Zulassung vorliegen.

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Patrick Holland-Moritz


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