03.01.2011
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Cirrus ESp von der FAA zugelassenFAA lässt lässt neues Notsystem für Cirrus-Einmots zu

In der letzten Woche des Jahres 2010 hat Cirrus Aircraft aus Duluth mit der Lieferung der ersten Flugzeuge begonnen, die mit dem neuen Notsystem Perspective ESP ausgerüstet sind.

Cirrus_Perspective_01 Bild (Standa

Perspective: neue Avionik für die Cirrus SR22. Foto: Herzog  

 

Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat Cirrus Aircraft am 15. Dezember 2010 die Zulassung für das neue Notsystem Cirrus Perspective ESP erteilt. Kurz darauf begann der Hersteller aus dem US-Bundesstaat Minnesota mit den Lieferungen der ersten Neuflugzeuge, die mit diesem System ausgerüstet sind. Perspective ESP wurde auf dem EAA AirVenture 2010 in Oshkosh, Wisconsin, erstmalig vorgestellt. Das System umfasst mehrere Assistenzsysteme für Piloten in Notlagen und wurde von Cirrus in Zusammenarbeit mit Garmin aus Olathe, Kansas, entwickelt.

Das Perspective ESP wird automatisch aktiviert, wenn der Autopilot ausgeschaltet ist und das Flugzeug einen oder mehrere definierte Flugparameter überschreitet, wie zum Beispiel eine zu hohe Geschwindigkeit, einen zu großen Anstellwinkel oder eine zu große Schräglage. Es nutzt dabei die Sensoren des Autopiloten, auch wenn dieser ausgeschaltet ist. Das System ist als Assistenzsystem gedacht, betont Cirrus, und nicht als Flugführungssystem. Eingaben des Piloten haben Priorität vor den Eingaben des Systems. Je weiter die Flugparameter überschritten werden, umso stärker werden die Eingaben des Systems, um das Flugzeug in Normalfluglage zurückzubringen. 

Mit dem so genannten "Hypoxia Recognition and Automatic Descent Mode" will Cirrus Unfällen durch Sauerstoffmangel entgegenwirken. Sollte ein Pilot in großer Höhe über einen bestimmte Zeitraum keine Steuereingaben gegeben und kein Instrument bedient haben, greift das Notfallsystem ein und bringt das Flugzeug in einen Sinkflug auf eine sichere Höhe. 

Das ESP-Notfallsystem ist nur für Cirrus-Flugzeuge mit dem Perspective-Cockpit sowie dem GFC 700-Auotpiloten verfügbar. Flugzuege, die nach dem 1. August 2010 ausgeliefert worden sind, können über ein Software-Update mit dem neuen System ausgerüstet werden. 

 



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