03.09.2015
Erschienen in: 06/ 2014 aerokurier

Porträt: Wolfgang Schmelzer (Teil 3)

Flug in die Freiheit Wilga 35A

In ein paar Jahren zurück nach Deutschland  

 

IN DIESEM ARTIKEL

Sie leben heute in einer Flieger-Community in Florida. Wie kam es dazu, und was ist da so anders als hier?

Ja, wir haben unseren Fliegertraum wahr gemacht. Das geht nur in den USA mit der ganz anderen Fliegerkultur sowie den besseren Kosten- und Luftraumsituationen. 1997 kauften wir uns ein Grundstück in einem Airpark mit Grasbahn im Norden Floridas und bauten ein Haus mit Hangar. Unsere Bölkow 208C nahmen wir im Container mit. Das Flugzeug steht vor der Haustür. Wir können bei Tag und Nacht fliegen, haben die Möglichkeit, jederzeit einzusteigen und einfach loszufliegen. Die Weite des Landes hat uns zu so vielen Flügen animiert – Rucksack gepackt und los. Mit unseren Motorflugzeugen (Bölkow und Maule) sind wir von der Ost- zur Westküste und zurück geflogen und haben in den nunmehr 18 Jahren die USA in viele Richtungen mit dem Flugzeug bereist. Dabei erstaunen immer wieder die Hilfsbereitschaft der Piloten sowie die Offenheit und Sympathie, die die Allgemeine Luftfahrt in der Öffentlichkeit der USA genießt.


Wie und wo sehen Sie Ihre Zukunft?

Wir haben unsere fliegerischen Freiheiten genießen können. Nach 50 Jahren Fliegerei, mehr als 15 000 Flügen und 5700 Stunden sind wir auch ein wenig stolz, was wir als Sportpiloten erreicht haben. Da gibt es für uns kaum noch Herausforderungen. Als Ehepaar, jedoch beide einzeln, erflogen wir mehr als 100 State Records im Segelflug. Im Westen der USA gelangen uns Streckenflüge und Ergebnisse, wie wir sie nie erträumt hatten, beispielsweise das FAI-1000-km-Diplom oder im OLC weltweit Platz sechs. Wir planen aber, in ein paar Jahren wieder nach Deutschland zurückzukehren, um wieder in der Nähe unserer Kinder, Enkel und Eltern zu sein.


Das Fluchtflugzeug: Wilga 35A

Die leichte, viersitzige Wilga 35A (MTOW 1230 kg) wurde bei PZL Mielec in Polen entwickelt und hatte 1967 ihren Erstflug. Mehr als 80 Wilgas wurden in der DDR bei der GST zum Absetzen von Fallschirmspringern, im Segelflugzeugschlepp sowie bei Präzisionsflugmeisterschaften eingesetzt. Als Antrieb dient ein Ivchenko-AI-14R-Motor mit 190 kW (258 PS). Der Hochdecker verfügt über hervor­ragende Kurzstart- und -landefähigkeit.

aerokurier Ausgabe 06/2014


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