26.09.2018
aerokurier

Gesamtrettungssysteme für noch mehr FlugzeugeBRS möchte Senkrechtstarter sicherer machen

Der amerikanische Hersteller von Rettungssystemen, BRS Aerospace, und das Nationale Institut für Luftfahrtforschung der Wichita State University arbeiten an der Weiterentwicklung von Gesamtrettungssystemen für die Allgemeine Luftfahrt. Im Fokus stehen auch Senkrechtstarter.

BRS Rettungssystem Cirrus

Bei Cirrus-Flugzeugen gehört ein Gesamtrettungssystem von BRS zur Serienausstattung. Jetzt legt das Unternehmen en Fokus verstärkt auch auf Senkrechtstarter. Foto und Copyright: BRS  

 

BRS hat das Wichita State University's National Institute for Aviation Research (WSU-NIAR) mit der Entwicklung von Testprotokollen beauftragt, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Gesamtrettungssystemen zu bewerten. In Zusammenarbeit mit den entsprechenden Laboren des Instituts arbeitet BRS an ergänzenden Zulassungen für den Einbau von Gesamtrettungssystemen in bestehende Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt sowie in neue, gerade in der Entwicklung befindliche Modelle. Eine wichtige Rolle spielt dabei die VTOL-Technologie (Vertical Take-off and Landing): Zahlreiche Start-ups und etablierte Firmen arbeiten weltweit an teils elektrisch angetriebenen Senkrechtstartern, die in nicht allzu ferner Zukunft die urbane Mobilität grundlegend verändern sollen.

„BRS Aerospace freut sich darauf, mit WSU-NIAR bei der Entwicklung von anspruchsvoller Technologie und Testprotokollen zusammenzuarbeiten. Damit werden wir unser lebensrettendes Fachwissen in noch mehr bestehende und neue Flugzeuge sowie in VTOL-Flugzeuge einbringen“, sagte Fernando de Caralt, CEO von BRS Aerospace. „Ein Ziel sind sichere autonome Flüge über stark bevölkerte städtische Gebiete. Dies ist eine Herausforderung, die unser Fachwissen und die bewährten Fähigkeiten von WSU-NIAR erfordert, um gründliche Testprotokolle zu entwickeln.“

„Unsere Zusammenarbeit mit BRS Aerospace bei der Erweiterung der Sicherheitstechnologie für eine Reihe von Flugzeugen ist ein großartiges Beispiel für öffentlich-private Partnerschaften, die gleichzeitig der Industrie zugutekommen, die Sicherheit verbessern und angewandte Lernmöglichkeiten für Studenten bieten“, ergänzte Dr. John Tomblin, Vice President für Forschung und Technologietransfer am Wichita State University's National Institute for Aviation Research.

BRS Aerospace arbeitet bereits mit einigen Firmen zusammen, die VTOL-Flugzeuge entwickeln. Im Mai war der Spezialist für Rettungsgeräte beim UBER Elevate Summit 2018 in Los Angeles vertreten. Mit der Entwicklung von Rettungssystemen für VTOL-Flugzeuge möchte man in diesem Bereich Sicherheitsstandards erreichen, die denen der Automobilindustrie entsprechen.

Das Unternehmen aus Saint Paul, Minnesota, ist der führende Anbieter von Gesamtrettungssystemen. Mehr als 35.000 Geräte sind weltweit in mehr als 350 Flugzeugmodellen installiert. BRS bietet beispielsweise ein nachrüstbares Gesamtrettungssystem für die Cessna 172 und 182 an. In Cirrus-Flugzeugen gehören die Fallschirme zur Serienausrüstung. In Ultraleichtflugzeugen sind Rettungssysteme in Deutschland vorgeschrieben. BRS-Systeme haben nach Angaben des Unternehmens bisher 386 Leben gerettet.



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