29.02.2016
aerokurier

Sicher vor GewitternAm Münchner Flughafen warnen nowcast-Sensoren

Um Gewitter machen auch Airliner einen Bogen. Da ist es gut zu wissen, wo sich etwas zusammenbraut. Der Münchner Flughafen hat sich dazu jetzt mit den Vorhersagen der Firma nowcast besonders abgesichert.

nowcast_Antenne_MuenchnerFlughafen

Sensor von nowcast am Flughafen München zur Bestimmung des Spannungsfeldes in der umgebenden Luft. Foto und Copyright: nowcast  

 

Mit ihrem präzisen Blitzortungssystem LINET misst und erfasst nowcast deutschlandweit via 29 Sensoren jeden einzelnen Blitz. Europaweit sammeln sogar 150 und weltweit rund 500 nowcast-Sensoren Daten von Blitzen. Das Unternehmen stellt diese Gewitterdaten den Wetterdiensten und der Industrie zur Verfügung und bietet mit einem neuen Ortungssystem einen besonderen Service für Flughäfen.

Neben der Echtzeitmessung von Blitzen wurden von nowcast vor drei Jahren sogenannte Feldmühlen auf dem Flughafengelände installiert. Dabei handelt es sich um Geräte zur Messung des elektrostatischen Feldes zwischen Himmel und Erde. Kommt es zu einem dramatischen Anstieg der Spannung in diesem Feld, droht ein akuter Blitzeinschlag. Ebenso kann Entwarnung gegeben werden, wenn die Spannung wieder gegen null geht. Alle gesammelten Informationen werden in der von nowcast entwickelten Software LINET view für die Bodenkontrolle übersichtlich dargestellt.

Durch die Kombination aus beiden Messverfahren – das Blitzortungssystem LINET und die Feldmühlenanalyse – wird jede Gewitterbewegung erkannt und sogar Gewitter, die direkt über dem Flughafen entstehen, werden erfasst.

„Wir treiben die Weiterentwicklung unseres Gewittervorwarnsystems so voran, dass wir bis auf eine Minute genau sagen können, wann ein Gewitter über dem Münchner Flughafen eintrifft. Und aus einer Stunde Vorab-Warnzeit sollen zwei werden“, erklärte Daniel Betz, zuständig für die Produktentwicklung bei nowcast.

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Gerhard Marzinzik


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