20.04.2012
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AERO 2012: Pipstrel PantheraAERO 2012: Weltpremiere von Pipistrels Viersitzer Panthera

Wer sie sieht, staunt. Wer drin sitzt, ist begeistert. Pipistrels neuer Viersitzer Panthera ist zum ersten Mal auf der AERO zu Gast. Das Flugzeug überzeugt mit eigenständigem Design, mit soliden technischen Daten und einer Menge pfiffiger Ideen.

Panthera AERO 2012

Ein Blickfang: die Panthera von Pipistrel. Foto und Copyright: Frank Herzog/aerokurier  

 

Tine Tomažič, Entwickler und Ideengeber bei Pipistrel, ist sichtlich stolz, auf einer Pressekonferenz die Eckdaten des neuen Viersitzers Panthera zu präsentieren. Schnell wird klar: Der slowenische Flugzeugbauer hat ein Modell in der Pipeline, das den Markt aufmischen könnte.
Mit 200 kts Reisegeschwindigkeit soll das Flugzeug vier 90-kg-Insassen 1000 NM weit am Stück befördern. Die Leermasse des auf der Messe gezeigten Prototypen beträgt 690 kg, Ziel für die Serie sind 680 kg. Das MTOW beträgt 1200 kg.
Für den Antrieb sorgt anfangs ein (154 kW) 210 PS starker Lycoming IO-390, der auch mit bleifreiem Benzin betrieben werden kann. In einer zweiten Evolutionsstufe wird eine Hybridversion mit identischer Reichweite folgen: Sie soll rein elektrische Starts ermöglichen, bevor sich im Reiseflug ein Generator zum Laden der Akkus zuschaltet. Eine rein elektrische Version als Trainer mit eingeschränkter Reichweite und Zuladung plant Pipistrel für einen späteren Zeitpunkt.
Bei der Steuerung setzt Pipistrel auf einen zentralen Stick, der direkt über ein Gestänge mit den Rudern verbunden ist. Klappen, Trimmung und das Einziehfahrwerk werden elektrisch betätigt. Zeitgemäße LED-Lichter beleuchten die Einmot von innen und außen. Der Innenraum bietet seinen Insassen nicht nur ausreichend Platz, sondern auch Schutz im Falle eines Unfalls. Pipistrel hat das Cockpit mit einem schützenden Überrollbügel aus Aramidfasern umgeben.
Die Panthera soll in einem eigenen Werk in Italien nahe der slowenischen Grenze gefertigt werden, dessen Bau kürzlich begonnen hat. Bis 2015 möchte Pipistrel die Zulassung erlangen. Die zertifizierte Serienversion soll 395.000 Euro zuzüglich Steuer kosten. 

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Patrick Holland-Moritz


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