08.02.2017
aerokurier

Kein KunstflugGurtsysteme mit SCHROTH Drehverschlüssen

Für Gurtsysteme bestimmter Partnummern hat die Firma Schroth jetzt den Einsatz im Kunstflug ausgeschlossen. Die Gurtschlösser können sich beim Akroeinsatz in Motor- wie Segelflugzeugen laut Service-Informationsschreiben SIL SSP-007von Schroth öffnen.

Schroth-Schloss

Im Kunstflug können Gurtschlosser besonders belastet werden. Deshalb lässt Schroth jetzt nur noch bestimmte Schlösser für eine Nutzungsdauer von fünf Jahren zu. Foto und Copyright: Schroth  

 

Betroffen sind Gurtsysteme mit den Partnummern P/N 4-01-( ), 4-02-( ), 4-03-( ), oder 4-04-( ). Es geht insbesondere um die Schroth Drehverschlusstypen SL 10.xx und SL 12.xx.

Hintergrund ist, dass es unter bestimmten Umständen möglich ist, dass sich eine einzelne Zunge des Gurtsystems ohne vorherige Aktivierung des Öffnungsmechanismus von dem Verschluss lösen kann. Untersuchungen von Schroth haben ergeben, dass dieser Effekt durch unterschiedliche Belastungscharakteristika, die typischerweise beim Kunstflug auftreten, in Kombination mit sehr stramm angelegten Gurtsystemen, verursacht werden kann. Diese Betriebsbedingungen können in erhöhtem Abrieb und Verschleiß der Haltestifte oder der Zungen resultieren, die wiederum die Bedingungen für ein unbeabsichtigtes Lösen einer einzelnen Zunge schaffen können.

Schroth Safety Products schränkt jetzt die Verwendung von Rückhaltesystemen auf spezielle Verschlusskonfigurationen ein. Alle Gurtsysteme mit Verschlusstypen ohne zulässige Konfigurationen dürfen nicht für regelmäßige oder gelegentliche Akroflüge eingesetzt werden.

Alle Gurtsysteme von Schroth, die gelegentlich oder regelmäßig für Kunstflug genutzt werden und zugelassene Verschlusstypen für Kunstflug beinhalten, unterliegen einer maximalen Nutzungsdauer von fünf Jahren ab dem Produktionsdatum. Diese Gurtsysteme müssen nach fünf Jahren ausgewechselt werden, ohne Berücksichtigung dessen, ob sie weiterhin für Kunstflug eingesetzt werden, oder nicht.

Mehr auf der Website von Schroth Safety Products.

Mehr zum Thema:
Gerhard Marzinzik


Weitere interessante Inhalte
Sicherheit Kohlenmonoxid: Die Giftgefahr im Cockpit

18.01.2018 - Nicht wenige Flugunfälle sind auf Vergiftungen durch Kohlenmonoxid zurückzuführen. Gasmessexperte Jörg Stickler hat bei Versuchsflügen mit Motorflugzeugen der Gefahr durch CO nachgespürt. Die … weiter

Vereinsporträt Motorfluggruppe Grenzland Spaß zu viert für 100 Euro?

05.01.2018 - Unmöglich, werden wohl die meisten Leser den Kopf schütteln. Geht doch, hält man bei der Motorfluggruppe Grenzland überzeugt dagegen. … weiter

Props mit Geschichte und Zukunft Firmenporträt Hartzell Propeller

02.01.2018 - Es ist eine dieser Geschichten, wie sie nur Amerika schreiben kann. Doch diesmal nicht die vom Tellerwäscher zum Millionär, sondern davon, wie Hingabe und Beharrlichkeit etwas ganz Neues erschaffen, … weiter

Wanfeng Aviation Industry neuer Eigentümer Diamond Aircraft nach China verkauft

23.12.2017 - Die Wanfeng Aviation Industry Co., Ltd. hat Diamond Aircraft Industries GmbH (Austria) übernommen. Dies soll „ die langfristige Zukunft der Marke Diamond“ gewährleisten. … weiter

25 Länder, 26 Etappen, 25.831 NM Mit der TBM 930 um die Welt

20.12.2017 - In knapp vier Wochen haben zwei Piloten aus Polen mit der einmotorigen Turboprop TBM 930 die Erde umrundet. … weiter


aerokurier 01/2018

aerokurier
01/2018
27.12.2017

Abonnements
Digitalabo
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Pilot Report: Rotorvox C2A
- Reportage: Pollution Control
- Reportage: Absetzpilot
- Doppelsitzer im Verein
- FES-Batterie
- DeLand Expo
- Maintenance Special

Gebrauchtflugzeuge, Luftfahrtzubehör, Reiseangebote und vieles mehr:

aerokurier Online-Markt